Ergonomie und Verarbeitung
Das Notebook scheint recht gut verarbeitet, das Gehäuseist robust
und knarzt nicht. Farblich wirkt es recht edel, das Gehäuse ist ineinemAnthrazit-Alu-Chrom
Look gehalten, das Material kann ich nicht definieren. Die beiden
Displayhaken halten das Display recht fest. Die halbtransparente
Tastatur hat mit 2mm ausreichend Hub, wobei die beim Samsung X20 etwas
besser ist. Die Tastatur ist leise, die beiden Tasten des Touchpad
(das sich abschalten lässt) im Druckpunkt etwas lauter. Dafür sind
die Lautsprecher das Beste in Sachen Lautstärke und Klang, was ich
bisher bei einem Notebook erlebt habe - sehr laut und guter Klang.
Die 4 Schnellstarttasten hätte ich mir als Rechtshänder eher auf der
linken Seite gewünscht, da ich mit der rechten Hand die externe Maus
bediene und die linke Hand frei wäre. Der rechte Handballen kann auf
den Cursortasten aufliegen und der Cursor dadurch verrutschen, was
ärgerlich bei Textverarbeitung ist.
Displayqualität Das 15.4"
WXGA Display löst mit 1280x800 standardmäßig auf, ist im Vergleich
zu seinen Konkurrenten aber sehr hell und brilliant ausgeleuchtet.
Die Displayhelligkeit lässt sich in 8 Stufen regeln, auch im Akkubetrieb
steht die höchste Stufe zur Verfügung. Im Vergleich zum Medion 42200
meines Bruders ist es so, dass seine höchste Helligkeitseinstellung
bei mir Stufe 2 (also verhältnismäßig dunkel), entspricht. In den
Notebooktests der Zeitschrift ´ct wurden immer wieder die hellen
Displays der BenQs gelobt. Auch beim A82 gibt BenQ die Helligkeit
mit 200cd/m bzw 220nits an. Arbeiten im Freien bei Sonnenlicht über
der Schulter ist kein Problem. Es spiegelt auch nichts. Die Blickwinkel
sind mit angegeben 130° Horizontal und 110° Vertikal mehr als ausreichend.
Lautstärke und Lüftergeräusche
Das Notebook ist zu meiner Überraschung äußerst leise. Im normalen
Betrieb hört man lediglich bei genauem Hinhören die Festplatte,
die mit
5400rpm arbeitet und zu den schnelleren Exemplaren zählt.
Sie sitzt links vorne und erwärmt den Handballen der linken Hand
doch etwas. Die Lautstärke bzw. das Geräusch lässt sich schwer beschreiben,
ein leichtes Rauschen wie bei einem Heizkörper kommt am ehesten
hin, auf keinen Fall aber ist das Geräusch störend.
Der Lüfter sitzt von vorne betrachtet links hinten, saugt die Luft
von unten an und bläst sieauf der linken Seite wieder heraus. Er
besitzt drei Stufen.
Im normalen Betrieb in der niedrigsten CPU-Stufe mit 800MHz läuft
der Lüfter vielleicht alle5 Minuten für ungefähr 20-30 Sekunden
in Stufe 1 (niedrig) und säuselt leise vorsich hin. Bei voller Prozessorleistung
(1.86GHz) bläst er in Stufe 1 etwa alle 3 Minuten für ca. 45 Sekunden,
bei grafiklastigen Spielen wie PSI OPS läuft er andauernd in Stufe
1.
Während des Aquamarks lief der Lüfter in Stufe 1, am Ende beim Complex
Multimaterial Shader für eine halbe Minute in der 2.ten Stufe
(Lautstärke dann in etwa wie Dauergeräusch bei einem FujitsuSiemens
Amilo M1425). Beim dritten Durchlauf des Aquamarks bei voller Anforderungstufe
wurde dann Lüfterstufe 3 eingeschaltet. Der Lüfter schaltete sich
nach Ende des dritten Durchlaufs nach 30 Sekunden Kühlzeit wieder
komplett ab.
I
Konnektivität und Erweiterungen Alle
4 USB Ports befinden sich paarweise angeordnet links und rechts
an der Rückseite. dazwischen liegen die Anschlüsse für SPDIF (optisch
- SPDIF hat sonst kein Notebook!), Parallel-, Gigabit-LAN-, Modem-,
S-Video-, Monitor- sowie Netzanschluss. An der linken Seite sind
dann noch 2 Firewireanschlüsse in 6-poliger Ausführung und der PCMCIA-Schacht,
der zudem als Aufnahme der Fernbedienung dient. Auf der Vorderseite
sind dann noch die Steuertasten für WLAN, Bluetooth (leuchten dann
beide blau) sowie die DVD-Laufwerkssteuerung und der Infrarotport.
Nach vorne sind auch die Lautsprecher gerichtet. Das eingebaute
Mikrofon befindet sich zwischen Tastatur und Display, der externe
Mikrofoneingang und der Line Out an der Frontblende
Die WLAN-Karte ist eine Mini-PCI Karte, die sich über eine Abdeckung
an der Unterseite ausbauen/austauschen lässt. Ebenso lassen sich
über eine zweite Klappe die Speichersteine aus- /einbauen.
Ab Werk ist ein Speicherplatz mit einem 512MB Baustein belegt, der
zweite ist also noch frei. Wo man Bluetooth nachrüstet bzw. der
Einbauort sitzt habe ichnoch nicht herausgefunden, die Nachrüstung
beim BenQ-Händler ist mit € 169 angegeben :-(. Einziges wirkliches
Manko ist der fehlende Kartenleser.
Zu erwähnen ist hier noch die Fernbedienung (mit eingebautem Laserpointer!),
mit der sich das Notebook komplett steuern lässt. Im Gegensatz zu
Samsung funktioniert das Betrachten und Anhören von DVDs, PhotoCDs,
MP3/Audio-CDs sowie Daten von der Festplatte ohne Booten von Windows
perfekt (kein leiern...). Bei ausgeschaltetem Notebook ist QMedia
XS durch pressen des Hotkeys in ca. 5 Sekunden betriebsbereit, das
Menü lässt sich per Fernbedienung komplett bedienen. Also toll,
wenn man Abends aus dem Bett heraus DVDs sieht oder Präsentationen/Photoshows
laufen lässt und das Notebook samt Beamer etwas weiter weg steht
(für mich als Lehrer wichtig). 
Arbeitsgeschwindigkeit und Gaming: Hier verweise ich auf
die Benchmarkergebnisse des A82, die die meisten getesteten Notebooks
auf die Plätze verweisen. Das A82 ist in allen Disziplinen recht
schnell (ok, mein alter PC war ein Athlon XP 1600+). Zum Zocken
habe ich bisher nur PSI OPS verwendet, hier schlägt sich das A82
recht wacker. Mit Erweiterung auf 1GB RAM dürften die Ergebnisse
sich noch besser ausfallen.
Akkulaufzeit: Der Akku hat 6 Zellen und 4400mAh und ist bei ausgeschaltetem Notebook
in ca. 1 Stunde wider aufgeladen (Aufladen im Betrieb dauert dann
ca. doppelt so lange). Aufgrund der schnellen Festplatte sowie CPU
und des hellen Displays muss man Abstriche bei der Laufzeit machen.
Bei gedrosselter CPU und herabgesetzter Helligkeit des Displays
(welches im Vergleich zu anderen Notebooks dann immer noch sehr
hell ist) lassen sich zwar im Batteryeatertest 2,5 Stunden Laufzeit
erreichen, bei voller CPU, WLAN und absoluter Helligkeit ist aber
eher Schluss. Im Vergleich zu anderen Notebooks dürfte das A82 im
Mittelfeld liegen.
Das A82 hat eine gut zu konfigurierende Energieverwaltung, die sich
sowohl über die Funktionstasten als auch über die Desktopoberfläche
steuern und individuell einstellenlässt.
Persönliches Fazit
Mehrere Monate lang habe ich Notebooks verglichen und
fand dann in diversen Foren dann doch den ein oder anderen Makel
zu den Geräten der zuvorfavorisierten Hersteller Samsung, Asus und
Acer. Beim Benq Joybook A82.G26 (ab hier A82) war das nicht so,
was wohl eher daran liegt, dass BenQ auf
dem Notebooksektor noch nicht so bekannt ist und das A82 wohl die
wenigsten Leute haben. Ausschlageben für mich waren der günstige
Preis, das sehr helle Display, die fast komplette Ausstattung sowie
die zahlreichen Möglichkeiten, die das Notebook für Präsentationen
bietet. Mit der Fernbedienung (mit Laserpointer) sowie dem QMedia
Center wird aus dem Notebook eine Multimediamaschine, mit der sich
wunderbar Präsentationen und Fotoabende oder einfach ein DVD-Abend
im Hotelbett gestalten lassen, Dazu ein perfektes Display, das seinesgleichen
sucht sowie (ein für Notebooks) toller Sound.
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