www.notebookforum.at

Testbericht DELL LATITUDE D620

 
 
Notebook Test
Die Notebooktests werden von Benutzern unsereres Notebookforums geschrieben. Sie stellen einen privaten Erfahrungsbericht dar, und geben eine persönliche Meinung wieder.


Notebook Steckbrief
Hersteller Dell
Modell Latitude D620
CPU Intel Core Duo T2300 1.66GHz
Speicher 1GB 533MHz DDR2 SO-Dimm (1x1024MB Infineon)
Festplatte Hitachi 80GB 5400RPM SATA (HTS541080G9SA00)
Grafikkarte Intel GMA950 (integrierte Grafik im i945GM Chipsatz)
Bildschirmauflösung WXGA (1280x800)
Bildschirmgröße 14,1"
Laufwerk Sony DVD+-RW DW-Q58A
Floppy Nein
Nezwerkkarte 10/100/1000 Broadcom NetXtreme 57xx Gigabit Controller
Modem 56k Conexant D110 MDC V.9x 
Bluetooth
Wireless Lan
Infrarot
Firewire

Ja

JA

Ja

Nein

Anschlüsse
   USB 2.0
   parallel
   seriell
   PS2
   PCMCIA

4x
Nein
1x
Nein
1x
TV Out Nein
Card Reader Smartcard Reader
Hot Keys Volume Up, Down, Mute, WIFI Catcher
CD Playback Funktion Nein
Abmessungen : HxBxT 32x337x237mm
Gewicht inkl. Akku und DVD-Brenner: subjektiv eine Spur leichter als der D610: ca. 2,4 kg
Benchmarks:  
CrystalMark 0.9.106.247
Genaues Ergebniss auf findet ihr hier
Mark: 49637
ALU: 12853
FPU: 15985
MEM: 6664
HDD: 4668
GDI: 4058
D2D: 3599
OGL: 1810


Kurzbewertung
Plus angenehm leiser Lüfter, wenn er dann mal läuft
Plus stabiles und relativ leichtes Geräte
Plus Ambient Light Sensor
   
Plus Hitachi HDD klackert munter vor sich hin
Minus Mono Lautsprecher der auch noch relativ leise ist.
Minus Festplatte links vorne unter der Handauflage
Plus kein TV-Out
Plus Standfuß am Akku angebracht
Plus Gehäuse unter der Media Bay relativ dünn. Ist jedoch schon etwas stabiler ausgefallen als beim D610.
Plus Luftausstoß erfolgt nach unten
 
Notebooktest: Dell Latitude D620 – Erstellt am 04.05.2006 von ThomasN; Editiert am: 18.05.2006

 

Typisches Dell Business Notebook. Verarbeitung sucht wieder seinesgleichen, allerdings wird man mit dem WXGA Display kaum glücklich.

Die Ausstattung des Latitude richtet sich vor allem an Firmenkunden, was sich z.B. durch eine RS232 Schnittstelle (Seriell) bemerkbar macht. Firewire Anschluss oder ein Kartenleser für z.B. SD Karten fehlen, dafür ist ein SmartCard Reader integriert, Infrarot ist Serie und Bluetooth gibts auch.

 

Vorgeschichte

Ich stehe nun seit einigen Wochen in regem Kontakt mit Alexander Peter Zillner von der Firma MTX Computer in Linz.

Wie wohl viele von euch schon wissen ist er für die Abwicklung von Studentenrabatten bei Dell Rechnern zuständig. Vorwiegend gilt dies für Österreich, allerdings ist auch ein Bezug in Deutschland möglich. Näheres dazu erfahrt ihr in unserem Dell Forum unter www.notebookforum.at.

Im Sommer des Vorjahres habe ich bereits einen D610 über diese Firma bestellt, hatte damals aber nichts mit ihm direkt zu tun. Inzwischen hab ich mir auch für den Heimgebrauch einen Dell Rechner zugelegt, nämlich einen Optiplex GX620 Stand PC (Traum Teil muss ich sagen). Falls jemand zu diesem Gerät infos braucht einfach im Forum posten.

Bei all den E-Mails dir wir inzwischen gewechselt haben, ist einmal die Sprache auf ein Testgerät der neu erschienenen Serien D620 und D820 gekommen. Letzten Freitag habe ich nun einen solchen erhalten, einen Dell Latitude D620. Der Nachfolger des D610 also.

Der D610 ist bereits ein Verkaufsschlager und wird auch noch immer kräftig bestellt (solange es ihn noch gibt). Ob der D620 ebenfalls so erfolgreich wird, muss die Praxis zeigen, hier jedoch einmal mein Urteil zum Gerät.

Ergonomie und Verarbeitung

Die Festplatte ist, wie beim D610, links vorne angeordnet. Die Handauflage erwärmt sich aufgrund der relativ geringen Temperatur der Festplatte (ca. 35°) aber nicht unangenehm.

Ist der D610 schon sehr stabil ausgeführt, legen Dell beim D620 noch ein Schauferl nach. Das Gehäuse fühlt sich an allen Ecken und Kanten sehr stabil an. Top ClosedNichts knarrt, selbst wenn man den Laptop mit einer Hand links oder rechts vorne aufhebt (mit geöffnetem Display). Der Lufteinlass auf der Rückseite ist deutlich stabiler ausgefallen, sodass er sich nun auch nicht mehr verformen lässt und nicht knarrt. Das schlabbrige Gehäuse unter der Media Bay hat sich nicht geändert, sodass man es immer noch ca. 1 bis 2mm durchbiegen kann. An der Oberseite, beim Rahmen um die Tastatur, ist nach wie vor nichts mit verbiegen zu machen.

Die Abdeckung zwischen Tastatur und Displayscharnieren ist stabiler ausgefallen. Sie ist nun auch nur mehr halb so breit wie beim Vorgänger.

Die Verwendung eines 2 färbigen Gehäuses mag Geschmackssache sein. Ich muss auch gestehen dass mir die Farben des D610 besser gefallen.

Die Tastatur ist diesmal relativ klapprig ausgefallen, wobei alle Tasten denselben Geräuschpegel zeigen. Da ist der D610 wesentlich geräuschloser beim Tippen. Die Tasten sind auf einer Metallplatte montiert wodurch sich die Tastatur nicht durchbiegen kann. Diese Platte ist eigentlich eine kleine Wanne wie sie schon bei den Vorgängermodellen der 10er Serie (410, 610, 810) zum Einsatz kam. Diese Wanne hindert auch mal ein paar Tropfen Wasser daran ins innere des Gehäuses vorzudringen. Überstrapazieren sollte man diese Tatsache jedoch nicht.Front Open

Das Layout der Tasten ist weitgehend einer Standardtastatur nachempfunden. Also keine nervenden Tasten neben der Enter Taste die auch über der Backspace Taste platz hätten, und die 4 Cursortasten bleiben somit auch von Page Up und Down verschont.

Zum Touchpad gibts nicht viel zu sagen. Solide verarbeitet wie wir es von Dell gewohnt sind. Die 4 Touchpadtasten haben ein leiseres Klickgeräusch als beim 610er, allerdings einen etwas schwammigen Druckpunkt wie ich finde. Das Design des Tracksticks wurde auch redigiert. Das Ding ist jetzt aus einem weichen Kunststoff mit kleine Noppen darauf. Hat also nicht mehr die aufgeraute Oberfläche wie bisher. Der 610er Stick ist meiner Ansicht nach besser da er bedeutend mehr Haftung für den Finger bietet. Da ich das Ding aber nie benutze hab ich damit eigentlich kein Problem.

Links am Laptop befinden sich die Anschlüsse für Mikrofon und Kopfhörer. Dell hat hier nachgebessert und setzt die Anschlüsse nicht mehr tiefer ins Gehäuse, sondern bringt sie jetzt plan an der Oberläche an. Beim D610 gibt es da öfter Probleme wenn der Stecker den man anschließen will nicht klein genug ist. Störgeräusche jeglicher Art gibt es beim D620 im Audio Bereich nicht.

Luft wird Links hinten, seitlich und oben angesaugt und nach unten ausgestoßen. Der Lüfter läuft eigentlich nie und wenn dann sehr leise. Steuern lässt er sich ebenfalls per I8KFANGUI, sollte aber kaum nötig sein.

Der Akku ist wieder rechts vorne angebracht und der Standfuß ist noch immer auf dem Akku. Left OpenEin Herausnehmen des Akkus im Netzbetrieb ist also weiterhin theoretisch möglich, der Laptop kippt aber dann nach vorne. Klar, denn Akkus sind Verschließteile. Gut für Dell, schlecht für uns.

Ram Modul A ist unter der Tastatur, Modul B an der Unterseite zu finden. Austauch der Module ist kein Problem da auch hier eine detaillierte Anleitung auf der Homepage zur Verfügung steht. Im Deckel der Abdeckung von Modul B sind nun auch 2 Lüftungsschlitze angebracht. Beim D610 haben die Ram Module auch mal 60° erreicht. Beim 620er sind, je nach Schreibtischunterlage, schlappe 51° oder weniger drin.

Die Tastenkombination FN+F2 erfüllt nun nicht mehr den Zweck des Einschaltens von WLAN und / oder Bluetooth. Beides, so vorhanden, wird nun per WIFI Catcher Taste an der linken Gehäuseseite aktiviert. Welches Gerät eingeschalten werden soll lässt sich per QuickSet Software konfigurieren. Fand ich es beim 610er noch Schade dass sich WLAN nur per Tastenkombination einschalten lässt, Right Openso finde ich inzwischen dass dies eigentlich grundsätzlich die bessere Lösung wäre. Weniger mechanische Schalter schränken die Anzahl der möglichen Fehlerquellen ein. Dell ist aber wieder von diesem Weg abgekommen und spendiert einen Schiebeschalter.

Firewire gibt es nicht und Express Cards finden nach wie vor keinen Einzug in der 6er Serie.

Smartcard Reader ist ebenfalls auf der linken Gehäuseseite zu finden. Zu Beginn dachte ich noch dass dieser Anschluss zu weit unten angebracht ist um die Karten wieder vernünftig aus dem Gerät zu bekommen. Die Ingenieure von Dell dürften sich dasselbe gedacht haben, also haben sie beschlossen die eingesteckten Karten ca. 2cm aus dem Gehäuse stehen zu lassen. Schlecht für jene die gerne ihre Smartcards für den Windows Logon benutzen und sie deshalb im Gerät lassen wollen, denn das geht nun nicht mehr. Die Frage ist jedoch ob man dies überhaupt soll. Herausziehen lassen sie sich ohne Probleme, meine anfänglichen Bedenken waren also unbegründet.

Sämtliches Zubehör der D Serie passt, also auch mein D/Port und der 48Wh Zusatzakku. Was der bringt könnt ihr im Abschnitt Akkulaufzeit nachlesen.

Back OpenEin nettes Goodie ist ein Umgebungslichtsensor (Ambient Light Sensor, angebracht am unteren Displayrand über den Anzeigen für NUMLOCK ROLLEN und CAPSLOCK). Dieser lässt sich entweder per Bios oder per QuickSet aktivieren. Anschließend wird die Displayhelligkeit je nach Umgebungshelligkeit dynamisch mitgeregelt. Per Software lassen sich auch die Regelgrenzen einstellen. Mittels Finetuning kommt also hier jeder zu seinen optimalen Einstellungen. Wems nicht gefällt der schaltet das Ding einfach ab.

 

Der 620 ist eine spur leichter ausgefallen als der 610er. Dies fängt aber auch schon beim verwendeten DVD Brenner an. Der NEC Brenner von meinem 610er ist ein bischen schwerer als der SONY Brenner. An manchen Ecken dürfte Dell auch sonst noch an Gewicht reduziert haben, und somit, da das Gesamtgewicht aus der Summe der Komponenten resultiert, ist eine spur weniger Masse zu transportieren.

Das Gerät ist ebenfalls um ein paar Millimeter dünner ausgefallen.

Zum Thema Audio gibts nicht viel zu sagen. Leider hat Dell kein Stereo für nötig empfunden, deshalb gibts nur einen einzelnen Lautsprecher der noch dazu sehr leise ist. Ansonsten ist der Klang sehr gut und neutral. Nicht blechern oder so.

Displayqualität

 

Was sofort beim Einschalten des Laptops auffällt ist die relativ geringe Leuchtkraft des WXGA Displays mit 1280x800 Bildpunkten, Front Closeddie sich in 7 Stufen regeln lässt. Zusätzlich ist noch eine unregelmäßige Ausleuchtung zu erkennen. Wenn man also in normaler Arbeitshaltung vor dem Laptop sitzt und gerade auf das Display sieht, so wird das Bild zum oberen Bildschirmrand hin immer dunkler. Zu hoffen, und auch technologisch einleuchted, ist, dass dies beim höher auflösenden Display mit WXGA+ (1440x900) nicht der Fall ist. Im Moment steht mir jedoch kein derartiges Gerät zur Verfügung, ich werde das aber nachreichen.

Wenn die Sonne direkt aufs Display scheint wird es ziemlich anstrengend für die Augen, da die Helligkeit des Panels zu gering ist. Arbeiten im Schatten oder unter einem Sonnenschirm ist problemlos möglich.

Der Verschluss des Displays wurde auch neu gestaltet. Öffnen erfolgt nun nicht mehr durch Drücken sondern durch seitliches Verschieben. Innen ist ein kleiner Haken der den Deckel mit dem Unterteil verbindet. Dieser Haken ist jedoch sehr filigran ausgefallen, und wirkt nicht wirklich vertrauenerweckend. Einrastgeräusch ist jetzt wesentlich besser geworden, denn man hört statt einem Knarzen (D610) nur mehr ein leises Klicken.

Lautstärke und Lüftergeräusche 

Ich war durchaus skeptisch dass Dell es nach wie vor schaffen würde ein leises Gerät zu bauen, bei dem die passive Kühlung so gut ausgelegt ist dass der Lüfter nur gelegentlich seine Arbeit verrichten muss. LeftBesonders in Richtung des Prozessors war ich sehr vorsichtig mit Äußerungen die Lautstärke betreffend, da sie es beim 610er ja auch nicht geschafft haben den Lüfter still zu halten. Wenn der Lüfter beim 620 mal auf Stufe 1 anspringt muss man bei normalen Umgebungsgeräuschen schon den Kopf auf die Tastatur legen um etwas zu hören. Auf Stufe 2 ist er dann stärker zu hören. Dorthin wird er allerdings im normalen Alltag kaum kommen.

Dell hat allerdings ein sehr gutes Konzept in die Praxis umgesetzt, denn der Lüfter des D620 springt nur in den seltensten Fällen an, und das selbst ohne Einsatz von Zusatztools wie Notebook Hardware Control, das ja in der aktuellen Version keine Dual Core CPUs unterstützt. Lüftersteuerung per I8KFANGUI, falls man sie überhaupt einsetzen will, funktioniert ebenfalls problemlos in den von mir getesteten Bios Version A01 und A02. Right

Was munter vor sich hin klackert ist die Hitachi Festplatte. Die Lärmdämmung des aktullen Gerätes hat sich zwar gegenüber dem 610er verbessert, für den Dauerbetrieb würd mich die Platte durch ihre Zugriffs- und Laufgeräusche aber nerven. Ein Austausch auf eine Platte mit 4200 Umdrehungen, wie meine aktuelle Fujitsu Siemens MHV2100AT, wäre also in Betracht zu ziehen.

Interessant finde ich dass im Bereich des Luftauslasses ein sehr leiser Piepton zu vernehmen ist. Diesen hört man jedoch nur an der Unterseite des Laptops. Nach oben dürfte die Geräuschdämmung des Geräts entsprechend besser sein da in normaler Arbeitshaltung kein Geräusch zu vernehmen ist.

Konnektivität und Erweiterungen

Das Gerät verfügt über eine Media Bay in der Wahlweise ein optisches Laufwerk, Back Closedein Akku oder eine zweite Festplatte zu betreiben ist (Airbay gibt’s auch, das ist dann einfach eine Blende für den Einschub).

Interne Erweiterung ist nur per RAM Modul möglich. Hier stehen wie üblich 2 Steckplätze zur Verfügung. Die maximale Ram Bestückung liegt bei 4GB, wobei 2GB Module derzeit noch kaum zu bekommen sind. Die Grafikkarte schnappt sich bei 1GB Ram gleich mal 224MB für den Grafikspeicher weg. Dieser Wert erhöht sich auch bei mehr Ram nicht.

Bei den Anschlüssen merkt man dass die Latitude Reihe auf Businesskunden ausgelegt ist. Auch wenn der Chipsatz fähig ist einen Firewire Port zu betreiben, und der nötige Gehäuseplatz auch zweifelsohne vorhanden ist, spart sich Dell diese Schnittstelle. Stattdessen gibt es zumindest Infrarot. 4 USB Schnittstellen sind ebenfalls dabei, wobei wieder 2 Links am Gehäuse übereinander Keyboardund 2 auf der Rückseite stehend angeordnet sind. Die Schnittstellen an der Gehäuseseite sind wie beim 610er teilweise ins Gehäuse integriert. Somit sind sie nur von USB Geräten mit kleinem Stecker nutzbar. USB Sticks haben also meist sendepause wenn man sie seitlich anschließen will. In dem Fall bleibt also dann nur die Rückseite.

Lasst auch nicht von dem Bild erschrecken dass die rechte Gehäuseseite zeigt. Darauf ist deutlich ein Spalt von ca. 1mm links von den USB Schnittstellen zwischen schwarzem und silbernen Gehäuseteil zu erkennen. Dadurch entsteht auch ein größeres Spaltmaß über dem Media Bay Modul das ansonsten nicht vorhanden ist. Ich hab das inzwischen selbst repariert, denn da war einfach das Gehäuse und der Media Schacht nicht genügend verklippst.

TV-Out sucht man beim 620er vergebens. Warum diese Schnittstelle eingespart wurde kann ich nicht nachvollziehen da dies für viele doch ein Argument gegen das Gerät sein wird.

Arbeitsgeschwindigkeit und Gaming

Office Performane ist auf jeden Fall 1a, da lässt sich nix dran rütteln. Die CPU und die integrierte Grafiklösung bieten genug Power um für das tägliche Arbeiten gerüstet zu sein, Bottomob nun Textverarbeitung, Fotobearbeitung, Programmieren,.... Videos und DVDs ansehen ist ebenfalls kein Problem. Videoschnitt ist auch problemlos möglich, wenn auch in diesem Fall die fehlende Firewire Schnittstelle besonders schmerzt. Für CAD Programme die die OpenGL Fähigkeiten der Grafikkarte ausnutzen ist der Intel Grafikbeschleuniger keinesfalls zu empfehlen. Zu gering die Grafikperformance. Meine X300 erreicht beim Crystalmark einen OpenGL Punktestand von über 15000, wobei sie ja gar keine hohe Performance verspricht. Dagegen hat jedoch der Intel Beschleuniger mit seinen rund 1940 Punkten bei weitem das Nachsehen, und da hilft auch ein Aufrüsten auf 2GB Ram nichts. Dadurch steigert sich die Grafikperformance nur im 2D Bereich. Bei Direct2D erreicht sie jedoch dann fast doppelt so viele Punkte wie meine X300 (Intel: 4059, X300: 2306). Dies ist wohl vor allem auf den höheren RAM Durchsatz der neuen Plattform in Verbindung mit dem Prozessor zurückzuführen.

Nur aus Jux hab ich mal FarCry installiert. Für sehr gelegentliches Gamen reicht die Grafikperformance schon aus, wobei es dann auf die jeweilige Engine des Spieles ankommt wie sie mit der integrierten Grafiklösung zurechtkommt. Alle Qualitäts Einstellungen auf Minimum bei einer Auflösung von 1024x768 geht schon recht flott. Kommen allerdings dann zu viele bewegte Objekte ins Bild ist es relativ bald aus mit der Spielfreude.

World Snooker Championship 2005 läuft toll. Naja, bei ein paar sich bewegenden Kugeln *g*.

Akkulaufzeit

Dieser Punkt hat mich auch eher überrascht. Über 3 1/2 Stunden Akku Laufzeit bei maximaler Bildschirm Helligkeit. Respekt würd ich meinen. Mit 48Wh Media Bay Akku sind im Durchschnitt gut 8h möglich wenn man die Helligkeit ein wenig zurückschraubt. Hier haben die Ingenieure ganze Arbeit geleistet finde ich.

Ohne Zusatzakku (DVD Brenner im Schacht):

  • Laufzeit höchste Helligkeit: ca. 3,5h
  • Laufzeit niedrigste Helligkeit: ca. 4h

Mit Zusatzakku:

  • Laufzeit höchste Helligkeit: gut 7,5h
  • Laufzeit niedrigste Helligkeit: 10,5h Laufzeit

Auf niedrigster Helligkeitsstufe ist aber praktisch nur bei finsterer Nacht zu arbeiten um etwas zu sehen. Wer will das schon, also können wir den Wert von über 10 Stunden getrost vergessen.

Persönliches Fazit

Im Großen und Ganzen finde ich das Notebook empfehlenswert.

Das WXGA Display kann ich allerdings nicht empfehlen. Vor allem weil es zu dunkel ist, und auch weil ich ohnehin Fan von hochauflösenden Displays bin. In dem Bereich macht mir das D620 ohnehin einen Strich durch die Rechnung da ich horizontal 1400 Punkte gewöhnt bin. Leider wird es auch von Dell in nächster Zeit keine Latitude Geräte im 4:3 Bildschirmseitenverhältnis mehr geben, mit Ausnahme der 5er Reihe. Meine Anforderungen treffen anscheinend nicht den Zahn der Zeit. Hätt er ein 4:3 Display wär ich wahrscheinlich schon wieder heiß auf einen neuen Laptop.

Seis drum. In Anbetracht der vorliegenden Ausstattung fällt mein Urteil durchaus positiv aus. Verarbeitung ist auf typischen Dell Niveau. Die Geräte der Latitude Reihe werden von mal zu mal besser. Mittlerweile werden sie ja auch dünner, wenn auch nur minimal.

Für mich wäre es sinnvoller gewesen anstatt dem Lichtsensor einen Firewire und eine TV-Out Schnittstelle zu integrieren, aber anscheinend wird das von den Business Kunden nicht gewünscht. Wenn ich genau drüber nachdenke hab ich den TV Ausgang meines D610 bisher auch nur ca. 2x genutzt. Aber Schnittstellen schaden ja nie wenn man sie hat. Werd dies allerdings verschmerzen kann, der ist mit einem D620 und einem WXGA+ Display sicher gut beraten.

Ab ins Forum

Fragen und Anregungen, Kritik und Lob zu diesem Erfahrungsbericht bitte bei uns im Forum stellen. Hier geht es zum Thread für diesen Test.

Euer ThomasN

 

  
 
Startseite | |  Alle Testberichte |