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Vorgeschichte Irgendwann im Oktober 2005 kam die Zeit, als
ich beschloss meine Arbeit zukünftigmobiler zu gestalten. Inhalte:
Viel Word, viel Powerpoint, viel iTunes,stets surfen, manchmal
Excel, stets eine Softwarefirewall am Laufen. Und zudem sollte
das Gerät meine Counterstrike-Zeiten nicht gänzlich ableben lassen
- also sollte keine Onboard-Grafik dabei sein. Das wichtigste
aber war, dass das Ganze dabei leise von statten gehen sollte.
Wie es so kam, bot Aldi Ende Oktober das Medion MD-96500 Multimedia-Notebook
(1299 €) an, eigentlich ein perfektes Angebot. Kurzum kaufte ich
das Gerät und musste feststellen, dass der Lüfter wie folgt arbeitete:
40 Sek. Ruhe, 5 Sek. Starke Lüftung, 5 Sek. Schwache Lüftung,
40 Sek. Ruhe… etc. Freunde und Bekannte, die ich fragte, störte
dies allesamt nicht. Aber irgendwie war dieser 40:5:5-Rhythmus
exakt der, der mich zur Weißglut bringt. Zudem verwendete ich
den mitgelieferten TV-Tuner nicht und benötigte auch die meisten
anderen Medion-Gimmicks nicht. Also sollte ein neues Gerät her
– dieses Mal explizit mit Lüfterbeachtung.
Nach einiger Recherche fiel mir das HP Notebook (welches ich hier
vorstelle) auf, in anderen Tests
wurde es als sehr leises Gerät vorgestellt. Ich kaufte
es dann AnfangDezember für 1399 €. Nun mal sehen, ob die Lüfterjagd
erfolgreich war...
Ergonomie und Verarbeitung Die Verarbeitung des HP-Gehäuses ist über alles sehr gut. Eine
schwarze, sehr stabile Verpackung macht dem Mainboard alle Ehre.
Dabei besticht HP wie so oft durch die sehr gute Auszeichnung
aller Ports sowie durch die überschaubare Anzahl und zweckhafte
Anordnung der Mediabuttons. Die Lautsprecher sind direkt neben
der Tastatur eingelassen, was zuerst seltsam aussieht, aber dann
gefällt. Aber hier sind einige kleine Anmerkungen zu machen, von
denen ich mich wundere, dass sie noch niemandem in anderen Tests
aufgefallen sind:
Unterhalb der Tastatur sind Gumminoppen angebracht, die bei geschlossenen
Display als Abstandshalter fungieren sollen. Das tun sie auch;
jedoch sind die Spuren dieser Noppen auf dem Display (bereits
nach 10 Tagen Nutzung) sichtbar – wie wird dies nach 2 Jahren
sein? Zweifelhafte Abhilfe schafft hier eine hässliche – von HP aber kostenlos beigelegte
– Industrieschutzfolie, die man beim Schließen des Laptops dazwischenlegen
kann (im Sinne des Erfinders?).
Dann gibt es auf der Unterseite des Geräts einen ungeschützten
Docking-Anschluss. Ich meine ja nicht, dass man sein Gerät gleich
im Sandkasten abstellen muss, aber wäre hier eine Blende das Problem
gewesen?
Die Tastatur klackert ein wenig, scheint aber sehr stressresistent
zu sein. Man gewöhnt sich dran und irgendwie habe ich das Gefühl,
dass ich mit dieser Tastatur und auch mit den vandalismusfesten
Touchpad-Buttons niemals Stress bekommen werde.
Außerdem ist das Notebook mit 2,9 kg nicht besonders schwer, liegt
gut im Arm und ist angenehm flach. Irgendwie elegant, zweckmäßig
und hochqualitativ – so der Gesamteindruck der Verarbeitung. 
Displayqualität Die
Qualität des Displays ist zumindest befriedigend. Max. 1280x800
(16:10-Format) Pixel könnten für manchen Freak zu wenig sein,
für meine Zwecke ist es aber vollkommen ausreichend – ebenso wie
die Helligkeit und regelmäßige Ausleuchtung des Displays. Der
15,4“-Monitor hat keine „Crystal“ Oberfläche – spiegelt also auch
nicht. Vor- oder Nachteil – das ist eine Frage des Geschmacks.
Mir gefällt’s, muss man sich doch nicht an irgendwelche Reflektionen
gewöhnen.
Lautstärke und Lüftergeräusche
Der Lüfter läuft ständig, das Rauschen ist aber
nach kurzer Gewöhnungszeit eher angenehm und bereits bei
leichtem Umgebungsgeräusch nicht mehr wahrnehmbar. Ganz im
Gegensatz zur Festplatte: die brummt nämlich ab und an und
klackert des Öfteren (z.B. beim Surfen!?) stakkatoartig vor
sich hin. Stille-Fetischisten wird dies nerven. Noch ein kleines
Manko: Das nx8220 besitzt an der Unterseite mehrere Lüfterschlitze
– leider sind fast alle bedeckt, wenn man das Gerät im Sitzen
auf den Beinen platziert - eine spürbare Erwärmung des
Geräts ist die Folge. Im Web befinden sich ausserdem einige
Hinweise darauf, dass bei Modellen mit größerem Prozessor
(M760 …) die Hitzeentwicklung stärker ausfällt und der
Lüfter somit früher anspringen dürfte. Über
alles ist das Geräuschverhalten des Notebooks jedoch absolut
passabel.
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Konnektivität und Erweiterungen
Das nx8220 bringt die derzeitigen Standards mit sich:
Bluetooth, 3x USB 2.0, Firewire, S-Video-TV-Ausgang, Fast-Infrarot,
Gigabit-LAN. An Kartenslots gibt es einen für SD-Karten und einen
für Smart Cards – z.B. beim Online-Banking praktisch. Dieses Steckkartenangebot
könnte problemlos besser gelöst sein, wie andere Anbieter zeigen
(z.B. Medion mit dem 8-in-2-Card-Reader).
Ein besonderes Augenmerk gilt jedoch dem WLAN-Modul (Intel PRO/Wireless
2200BG 802.11g W-LAN), das in meinem Gerät hervorragend funktioniert
– sowohl zu Hause als auch im Hot-Spot-Betrieb. Merkwürdig, dass
ich beim Medion (eigentlich mit demselben Modul ausgerüstet) wesentlich
mehr Verbindungsabbrüche verzeichnen musste. Beim HP nx8220 jedenfalls
sind diese Störungen höchst selten. Das Notebook verfügt übrigens
über keinen seriellen und keinen Parallelport – wer alte Hardware
mit diesem Standard besitzt (z.B. mein alter Scanner) kann schon
mal eine Anzeige für den Gebrauchtverkauf aufsetzen. Schade eigentlich,
aber kein wirkliches Problem.
Arbeitsgeschwindigkeit und Gaming An
der Arbeitsgeschwindigkeit ist nichts zu rütteln. Das Notebook
macht alles mit. Klaglos. Mehrere Office-Fenster, dazu iTunes,
Norton Internet Security, surfen mit Firefox und/oder IE gleichzeitig
ist kein Problem.
Probleme tun sich erst auf, wenn’s ans Spielen geht. Mit dem System
lässt sich Farcry im mittleren Grafikmodus passabel spielen, darüber
wird’s unerträglich. Half-Life 2 oder Counterstrike: Source habe
ich daher noch nicht ausprobiert. Jedoch ist nach dem Farcry-Erlebnis
nichts Gutes zu erwarten. In anderen Tests wurde geschrieben,
dass selbst F.E.A.R. flüssig
läuft – ich würde sagen, dass das ein gutes Thema für eine Forumsdiskussion
ist.
In jedem Fall sei dem Gelegenheitsgamer nahe gelegt, das Gerät
„aufzubocken“, bzw. einen Notebookkühler darunter zu platzieren,
damit die Belüftung tadellos funktioniert. CHC meldet nach 15
Minuten Farcry eine Prozessortemperatur von 64 Grad und eine Gehäusetemperatur
von 68 Grad. Im Vergleich zu den Normalwerten von 44-49 Grad bzw.
42-55 Grad ist das doch ein starker Anstieg, der den Lüfter dann
doch merklich aufsurren lässt.
Vom Sound her ist das nx8220 ein typisches Business-Notebook
und bietet keine speziellen Features.
Akkulaufzeit Die Akkulaufzeit
geht in Ordnung. Jedenfalls macht das Notebook im o. g. Office-Mutlitasking-Betrieb
mit dem eingeschalteten Lichtsensor fürs Display problemlos
3:45 Stunden (mit Centrino Hardware Control) mit. (Ein Test mit
Battery Eater 05 ergab jedoch nur 98 Minuten. Wie dies zustande
kommt, kann ich mir nicht erklären – eventuell daher, dass
ich keine Möglichkeit gefunden habe, die vom Test geforderten
Einstellungen von 33% Displayhelligkeit und 25% CPU-Last richtig
einzustellen. Um nicht zu verwirren, führe ich dieses Ergebnis
daher nicht auf der linken Übersichtsspalte auf.)
Persönliches Fazit Zum Arbeiten
gut, für mehr problematisch. Wer lediglich arbeiten, surfen,
ab und zu DVD schauen und dabei noch mobil sein möchte, ist
mit dem nx8220 zweifellos gut beraten – Akkulaufzeit und Rechenleistung
reichen dafür vollkommen aus und stossen lange nicht an ihre
Grenzen. Wer mehr Multimedia oder Entertainment wünscht,
sollte hier nicht am falschen Ende sparen (alter Spruch, oft gehört,
selten verstanden). Gaming macht mit dem nx8220 in dieser Ausführung
– trotz der 128 MB Karte von ATI – nicht wirklich Sinn. Es sei
denn, man möchte die grafikintensive Spiele auf mittlerer
Qualität spielen (und Farcry ist nun wirklich nicht mehr
ganz so neu) - doch wer will das schon?
Ich
habe den Eindruck, dass das Notebook ewig laufen wird. Es machte
einen grundsoliden und sehr eleganten Eindruck. Wer jedoch zum
Preis von 1399 € mehr Multimedia- und Gamingfunktionalität möchte,
sollte auf andere Anbieter ausweichen. Für mich heißt dieses Notebook
auch: Weniger Zocken – und somit mehr Zeit für andere Dinge. Auch
nicht schlecht!
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Fragen und Anregungen, Kritik und Lob zu diesem Erfahrungsbericht
bitte bei uns im Forum stellen. Hier
geht es zum Thread für diesen Test.
Externer Link
http://www.notebookjournal.de/tests/32/1
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