FAQ: Netzwerkeinrichtung, sicheres W-LAN und Möglichkeiten eines Netzwerkes

Dieses Thema im Forum "Anleitungen und FAQ" wurde erstellt von deuterianus, 22.04.2007.

  1. #1 deuterianus, 22.04.2007
    Zuletzt bearbeitet: 02.12.2007
    deuterianus

    deuterianus Ultimate Member

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    Das folgende Tutorial beschreibt, wie man das Internet über einen Router an mehren Notebooks oder normalen PCs nutzen kann, wie man das drahtlose Netzwerk (W-Lan) sicher einrichtet und welche Vorteile besonders Notebook-Nutzer aus der Vernetzung von Stationärem PC und Notebook (insbesondere über W-Lan) ziehen können.

    Da es für die Einrichtung eines Netzwerkes nicht auf Notebook oder normalen PC ankommt, wird dazwischen nicht unterschieden.


    Inhalt
    1. Benennung der Computer
    2. Einrichtung des Routers
    3. IP-Adressen vergeben und den Router einbinden
    4. W-Lan-Sicherheit
    5. Datenzugriff über das Netzwerk
    6. Drucken über das Netzwerk


    1 Benennung der Computer

    Um einen Computer eindeutig identifizieren zu können, ist es sinnvoll, jedem einen eindeutigen und sinnvollen Namen zu geben. So gelangt man zur Eingabemaske:
    • Rechtsklick auf Arbeitsplatz
    • "Eigenschaften" anklicken
    • in den Reiter "Computername" wechseln
    • auf "Ändern" klicken
    Anschließen ist leider noch ein Neustart nötig, den man aber noch verschieben kann, bis man mit allem fertig ist.


    2 Einrichtung des Routers
    2.1 Vorbereitung

    Am besten nutzt man das Web-Interface des Routers. Aus Sicherheitsgründen sollte man möglichst zum LAN-Kabel greifen. Der Konfigurations-PC sollte seine IP-Adresse automatisch vom Router beziehen. Eine Anleitung dazu steht weiter unten.

    Wenn PC und Router verbunden sind, kann man mit der Konfiguration anfangen. Dazu braucht man die IP-Adresse des Routers.

    Die Standard-Adresse kann man einerseits aus den Unterlagen des Routers (Bedienungsanleitung, Anleitungen auf CD, ...) entnehmen, ansonsten müssen wir sie selbst herausfinden.
    Folgende Schritte sind nötig:
    • Startmenü öffnen
    • "Ausführen" anklicken
    Das hier sollte man dann sehen.
    Dann weiter:
    • "cmd" eingeben
    • "OK" klicken oder "Return"/"Enter" drücken
    • "ipconfig /all" eingeben (mit Leerzeichen!)
    • "OK" klicken oder "Return"/"Enter" drücken

    Hier ein Bild dazu.

    Für uns ist hier momentan nur das Standard-Gateway wichtig, da dies die IP-Adresse des Routers ist.


    2.2 Konfiguration des Routers

    Mit einem Browser öffnet man jetzt das Konfigurationsmenü, indem man die IP des Routers in das Adressfeld eingibt. Die Standard-Zugangsdaten findet man am Gerät oder in den Unterlagen dazu.

    Jeder Hersteller gestaltet die Benutzeroberfläche des Routers anders, daher gehe ich nur darauf ein, was man machen muss und gebe Hinweise auf die mögliche Benennung des Menüpunktes.

    Wenn man nicht von Anfang an einen Assistenten aufgezwungen bekommt, sollte man so vorgehen:

    Zuerst ändern wir die Standard-Login-Daten, da diese in den meisten Fällen öffentlich bekannt sind und somit nicht besonders sicher. Das kann man häufig in den Sicherheitsteinstellungen oder den Systemeinstellungen machen.

    Jetzt sorgen wir für eine nutzbare Internetverbindung. Der DSL-Verbindungstyp ist meistens PPPoE (Point to Point Protocoll over Ethernet). Das Passwort ist in jedem Fall das in den Anschlussdaten angegebene, der Benutzername kann jedoch aus mehreren Teilen bestehen (Benutzername, Anschlussnummer, ...)

    Jetzt können wir uns um die LAN-Konfiguration kümmern. Wenn es im Netzwerk Computer mit Server-Funktionen gibt ist es sinnvoll, diesen eine statische IP zuzuweisen. Diese sollte nicht im DHCP-Bereich des Routers liegen. Mittels DHCP vermittelt der Router den Computern, die ihre IP-Adresse automatisch beziehen, die IPs. Der Pool dieser Adressen lässt sich in der Regel einstellen. Wenn man nur mit mehreren PCs ins Internet will, ist die Verteilung der IP-Adressen durch den Router häufig die einfachere Möglichkeit.

    Hier ein Bild dazu.

    IP-Adressen vergeben und den Router einbinden

    Wenn man jedoch nicht auf statische IPs verzichten kann oder möchte, kann man sie in den Eigenschaften des Internetprotokolls der Eigenschaften der genutzten Netzwerkkarte einstellen. Der konkrete Weg dahin lautet:
    • Startmenü öffnen
    • "Systemsteuerung" öffnen
    • "Netzwerkverbindungen" öffnen
    • Rechtsklick auf die gewünschte Netzwerkverbindung
    • Klick auf "Eigenschaften"
    In diesem Fenster ist eine Auflistung zu sehen, davon wählt man "Internetverbindung (TCP/IP)" und klickt wieder auf "Eigenschaften".

    Bei der Einrichtung der IP-Adressen ist zu beachten, dass die ersten 3 Blöcke der IP-Adressen aller Netzwerkgeräte übereinstimmen müssen (Bei großen Netzen gelten andere Regeln). Eine typische Adresse ist zum Beispiel die 192.168.0.x . Um Adresskonflikte zu vermeiden, muss jedes Gerät im Netzwerk eine einmalige IP-Adresse haben.

    Die Subnetzmaske lautet hier 255.255.255.0.

    Der Router ist das Tor (Gateway) zum Internet, also tragen wir ihn bei allen Computern im Netzwerk als Standard-Gateway ein.

    Als bevorzugten DNS-Server tragen wir ebenfalls die IP-Adresse des Routers ein.

    Ein alternativer DNS-Server ist nicht nötig, es gibt aber die Meinung, man sollte hier einen Provider-unabhängigen DNS-Server einstellen. Eine Liste von DNS-Servern bekommt man auf www.administrator.de.


    W-Lan-Sicherheit

    Die bisherigen Einstellungsmöglichkeiten sind bei Lan-Routern und W-Lan-Routern identisch. Bei der Einrichtung eines drahtlosen Netzwerkes muss man jedoch noch die Sicherung des drahtlos-Netzwerkes gegen Eindringen von außen zu beachten. Die Einstellungen hierzu finden sich häufig in einem Eigenen Menü zur W-Lan-Sicherheit.

    Aktuell ist die WPA- oder WPA2-Verschlüsselung. WEP ist veraltet und lässt sich zu leicht knacken.

    Als Zugangspasswort sollte man eine möglichst lange Zeichenkombination aus Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen wählen. Eine Länge von 50 Zeichen sollte ausreichen. Ein Passwort, das aus normaler Sprache besteht, ist nicht sicher. Die ersten Eindringversuche erfolgen meistens mit Wörterbüchern oder anderen Wortlisten.

    Bei der ersten Anmeldung am Drahtlosen Netzwerk wird man meist automatisch aufgefordert, das Passwort einzugeben. Bei einem derartigen Passwort ist es ratsam, es kopieren zu können. Wenn das Passwort richtig ist, wird es gespeichert und man muss es nicht wieder eingeben.

    MAC-Filter sind zwar schön, aber halten einen Eindringling mit Fachkenntnissen nicht ab, da MAC-Adressen manipulierbar sind.

    Anmerkung zu W-Lan:
    Wenn die Geschwindigkeit trotz sehr geriger Distanz zwischen W-Lan-Zugriffspunkt und PC/Notebook sehr gering ist, besteht die Möglichkeit, dass ein (oder mehr) Drahtlosnetzwerk von einem Nachbarn auf dem gleichen Kanal sendet und somit stört. Dann sollte man mit einem Tool wie z.B. NetStumbler herausfinden, auf welchem Kanal welches Drahtlosnetzwerk sendet und das eigene auf einen Kanal umstellen, der eine möglichst große Differenz zu den benachbarten Drahtlosnetzwerken hat. Wenn möglich sollten mindestens 2 Kanäle zwischen den Netzwerken frei sein.

    Datenzugriff über das Netzwerk

    Mit dem Einzug eines Notebooks merkt man manchmal, dass eine Festplatte zu klein werden kann, da Notebook-Festplatten häufig kleiner sind als Desktop-Festplatten. Wenn man aber im eigenen Haus nicht immer eine externe Festplatte mit sich herum tragen will, ist es häufig sehr nützlich, einen vorhandenen normalen PC als Datei-Server zu nutzen. Dies ist mit Bordmitteln von Windows realisierbar.

    Voraussetzungen:
    • funktionierendes Netzwerk
    • aktivierte "Datei- und Druckerfreigabe"
    Verschiedene Ordner oder Laufwerke können über ihren Eigenschaften-Dialog freigegeben werden. Die Einstellungen zur Freigabe findet man so:
    • Rechtsklick auf freizugebenden Ordner/Laufwerk
    • Klick auf "Eigenschaften"
    • in den Reiter "Freigabe" wechseln
    Hier stellt man ein, unter welchem Namen von anderen Computern darauf zugegriffen werden soll und ob der Inhalt verändert werden darf.

    Eventuell muss vorher noch ein blauer Text angeklickt werden, der so oder so ähnlich lautet: "Wenn sie sich des Sicherheitsrisikos bewusst sind und die Datei- und Druckerfreigabe trotzdem aktivieren wollen [...]". Diesen anklicken, in dem Dialog die Option ohne Assistenten auswählen und OK klicken. Jetzt sollten die oben genannten Einstellungen gemacht werden können. Sollten Probleme auftreten, kann man auf www.netzwerktotal.de Antworten auf häufig gestellte Fragen zu diesem Thema finden.

    Auf die Daten kann man nun von einem anderen PC über die Netzwerkumgebung zugreifen.

    • Netzwerkumgebung öffnen
    • Rechts auf "Arbeitsgruppencomputer anzeigen" klicken
    Alternativ:
    • Startmenü öffnen
    • "Ausführen" anklicken
    • "\\<Computername>\" eingeben
    • "OK" anklicken oder "Return"/"Enter" drücken
    Anschließend kann man sich durch die Ordner auf dem Server klicken, wie durch einen lokalen Ordner. Es wird nur alles etwas langsamer ablaufen.

    Drucken über das Netzwerk

    Ein weiteres Problem kann das Drucken werden. Man will nicht an jedem PC einen Drucker haben oder nicht mit dem Notebook zum Drucker wandern. Da liegt es nahe, den Drucker über das Netzwerk zu nutzen.

    Voraussetzungen:
    • ordentlich installierter Drucker
    • aktivierte "Datei- und Druckerfreigabe"

    Nervigerweise sind unter Windows Drucker automatisch in dem Ordner "Drucker und Faxgeräte" freigegeben, sobald man die Datei- und Druckerfreigabe aktiviert, um diesen Punkt müssen wir uns also nicht mehr kümmern.
    Um nun auf anderen PCs einen freigegebenen Drucker nutzen zu können, muss der auf diesem PC installiert werden. Am einfachsten macht man das, indem man über die Netzwerkumgebung auf den Drucker-Server zugreift und mit einem Rechtsklick auf den Drucker und die Auswahl "Verbinden" den Drucker schließlich installiert.


    Wichtiger Hinweis

    Für den Zugriff auf einen PC über das Netzwerk muss auf diesem die Firewall entsprechend konfiguriert werden!! Da dies bei jeder Firewall anders ist und es viele Firewalls gibt, wird hier darauf nicht weiter eingegangen.
     
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