Kaufberatung für Notebooks

Dieses Thema im Forum "Fragen vor dem Notebook Kauf" wurde erstellt von DeltaFox, 14.01.2006.

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  1. #1 DeltaFox, 14.01.2006
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 16.01.2006
    DeltaFox

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    1) Allgemeine Auswahlkriterien / Kategorien

    Um euch bestmöglich beraten zu können und um euch vor einem Fehlkauf zu bewahren, sollte im Vorfeld geklärt sein, für welchen Anwendungsbereich das Gerät überhaupt gerüstet sein soll.
    Da es verschiedene Anwendungsbereiche gibt, hier ein kurzer Überblick:

    a) Geräte für Internet / Office

    - das Notebook soll meist für Office / Internet eingesetzt werden
    - drahtloser Internet Zugang durch Wireless LAN

    b) Geräte als Desktop-Ersatz (Desktop-Replacements)

    - 15" Display oder mehr
    - soll den Stand-PC möglichst vollwertig ersetzen

    c) Gaming Notebooks

    - mobiles Gaming unterwegs - dazu ist ein System mit Highend Grafikkarte empfehlenswert
    - schnelle CPU
    - viel Arbeitsspeicher

    d) Videoschnitt / Fotobearbeitung

    - schnelle CPU, viel Arbeitsspeicher (hier ist 1GB schon durchaus empfehlenswert)
    - gutes Display (speziell beschichtete Displays zeichnen sich durch höheren Kontrast und höhere Farbrillanz aus)

    e) Geräte für den mobilen Einsatz (Subnotebooks)

    - geringes Gewicht (max. 2,5kg)
    - lange Akkulaufzeit (3h ist hier das Mindeste)
    - Displaygrösse zwischen 10" und 14"
     
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  3. #2 ThomasN, 16.01.2006
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 30.04.2006
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    2) Technisches Know-How


    a) Die Grafikkarte

    Eine immer wieder gerne gestellte Frage betrifft die Grafikkartenleistung der verschiedenen Notebooks. Grafikpower benötigt man in erster Linie für PC Games und 3D Anwendungen wie CAD (hierfür gibt es spezielle Grafikchips deren Treiber für OpenGL Befehle optimiert sind). Die meisten Anfragen werden aber zu Gaming Notebooks gestellt – und hier kann man sagen: je schneller desto besser.

    Grundsätzlich kann man Grafikkarten in drei verschiedene Klassen einteilen.


    - Shared Memory Grafikchips


    Diese beziehen den Grafikspeicher vom Arbeitsspeicher, und eignen sich höchtsens für einfache Spiele wie z.B. Moorhuhn. Sobald es zu etwas aufwendigerer Grafik kommt (z.B. schnelles detailreiches Autorennen) gehen Chips in dieser Kategorie in die Knie und Bilder werden nicht schnell genug aufgebaut (es kommt zum klassischen "Ruckeln"). Im schlimmsten Fall kann es passieren, daß neuere Spiele gar nicht funktionieren weil sie als Systemvorrausetzung Grafikkarten mit dediziertem Speicher erfordern.
    Für Office, Internet und Photobearbeitung reichen Shared Memory Grapikchips vollkommen aus.
    typische Vertreter: Intel 855GM Chipsatz (intel Extreme Graphics 2); Intel 915GM Chipsatz (GMA900 lautet die genaue Bezeichnung) (max Spiele bis 2001, jünger nur sehr eingeschränkt); Radeon XPress 200M Chipsatz; Intel 945GM (GMA950)...
    DETAILS ZU DEN INTEL CHIPSÄTZEN KÖNNT IHR HIER NACHLESEN


    - Hypermemory Grafikchips / Grafikkarten

    Diese Lösungen beziehen den Grafikspeicher teils vom Arbeitsspeicher und haben teils einen dedizierten Fixspeicher
    Grafikkarten dieser Art sind eher im Einsteigersegemnt zu finden. Sie haben zwar grundsätzlich etwas mehr Performance als die Shared Grafikkarten, sind aber in der Regel eher als "Zwischenlösung" zu sehen.
    Derzeit ist es Mode die Grafikkarten mit möglichst viel Speicher anzupreisen, und Techniken wie Hyper Memory tragen zusätzlich zur Verschleierung bei. Schaut also genau was bei den Modellbeschreibungen dabei steht.

    - Grafikchips / Grafikkarten mit dediziertem Speicher

    Diese Lösungen haben einen dedizierten - sprich völlig eigenständigen - Grafikspeicher. Hier übernimmt vorrangig die Grafikkarte die Berchnungen im dreidimensional grafischen Bereich, und entlastet somit die restlichen Komponenten. Eigenständige Grafikkarten sind vor allem im Spielebereich, aber auch im Autocadbereich sehr sinnvoll und prinzipiell sogar ein Muss. Auch bei anderen Anwendungsgebieten ist diese Lösung natürlich kein Nachteil (mit Ausnahme der sich reduzierenden Akkulaufzeit).

    Eine Übersicht über aktuelle Grafikkarten findet ihr hier.

    Ein Tool zum Vergleichen der Grafikkartenperformance findet ihr hier

    Und weil die Frage hier öfter auftritt:

    Die Grafikkarte ist bei fast allen Notebooks angelötet und kann grundsätzlich nicht gewechselt werden. Weiters ist es nur schwer möglich als "normaler" Kunde Notebookgrafikkarten zu beziehen.
     
  4. #3 ThomasN, 16.01.2006
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 09.06.2010
    ThomasN

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    b) Bildschirmauflösung und Bildschirmgröße

    Ganz wichtig bei der Auswahl des richtigen Notebooks ist die Wahl der richtigen Bildschirmgröße und der richtigen Auflösung.

    Standard Bildschirmgrößen sind im Moment 13,3 Zoll, 15 ,6 bzw 16,4 Zoll . Sehr beliebt sind auch Notebooks mit großen Bildschirm (17 Zoll und größer) – sie sind eigentlich die idealen Desktopersatzgeräte, wenn sie entsprechend ausgestattet sind ..

    Der 15,6 bzw 16,4 Zoll (Breitbild) Bereich boomt im Moment am meisten und es wird schön langsam richtig schwierig (aber nicht unmöglich) Notebooks mit klassischem (4:3) Format zu bekommen. Der Vorteil der Breitbildgeräte liegt in der optimalen Bildschirmauflösung (nicht zu klein nicht zu groß ), da die Standardauflösung bei klassischen 15“ Geräten zu grob auflöst (XGA 1024x768) und die SXGA+ Auflöung im klassischen Bereich (und bei Problemen mit den Augen) fast zu fein auflöst (1400x1050) – Breitbild ist sozusagen die goldene Mitte und mit der WXGA Auflösung von 1366x768 ist man gut gerüstet …

    Generell sollte die Regel aber lauten je höher die Auflöung desto besser. Aber Vorsicht - je höher die Auflösung desto kleiner werden Symbole und Schriften. Die Schriftarten kann man zwar in den Windows Einstellungen auf die gewünschte Größe einstellen, und die Auflösung auf einem hochauflösenden Display (Full HD) auf eine geringer Auflösung umstellen allerdings wird das Ganze dann interpoliert, was zu "Unschärfe" führt.

    Unsere Empfehlungen bei den Displaygrößen
    kleiner als 14 Zoll: XGA, WXGA
    14 Zoll: XGA, SXGA+ (wenn ihr gut seht)
    15 Zoll: wie 14 Zoll, jedoch ist hier die SXGA+ Auflösung mehr zu empfehlen
    15,6 oder 16,4 Zoll: WXGA, WSXGA++
    17 Zoll: UXGA oder WUXGA

    diese Auflistung stellt nur eine Empfehlung dar.
    Auflösungen auf den Displays sind Gefühlssache, z.B. können sich manche mit der WXGA Auflösung auf 15,4" gar nicht anfreunden.
    Am besten zum Händler eures Vertrauens gehen und euch ein paar Geräte ansehen.

    Bildschirmauflösungen im Überblick
    VGA: 640x480
    SVGA: 800x600
    WSVGA: 1024x600 (1ter Wert abhängig vom Seitenverhältnis 16:9 oder 16:10)
    XGA: 1024x768
    WXGA: 1366x768(1ter Wert je nach Seitenverhältnis)
    WXGA++: 1600x900(1ter Wert je nach Seitenverhältnis)
    SXGA: 1280x1024 (üblich bei Desktop TFTs mit 17 Zoll und mehr Diagonale)
    SXGA+: 1400x1050
    WSXGA+: 1600x1050 (1ter Wert je nach Seitenverhältnis)
    UXGA: 1600x1200 (bei Displaygrößen unter 17 Zoll nicht zu empfehlen, viele User klagen über die zu kleine Darstellung. Workaround: Windows kann für größere Darstellung angepasst werden, ist jedoch nur als Notlösung gedacht, da man dann ja wieder den Vorteil der höheren Auflösung verliert)
    WUXGA: 1920x1080 (siehe UXGA)
     
  5. #4 DeltaFox, 29.01.2006
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 09.06.2010
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  6. #5 DeltaFox, 29.01.2006
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 09.06.2010
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    d) Die Anschlüsse am Notebook

    Es gibt ja einen Haufen Anschlussmöglichkeiten auf den diversen Laptops. Nur für was sind die ganzen Sachen und was kann man eigentlich damit anfangen?

    HDMI Anschluss
    High Definition Multimedia Interface (kurz HDMI) ist eine entwickelte Schnittstelle für die digitale Übertragung von Audio und Videodaten, Mit dieser Schnittstelle verninden sie ihr Notebook in bestmöglicher technischer Qualiät mit anderen elekronischen Geräten (Hifi Anlage, Flachbildfernseher, Monitore, Beamer usw..)


    USB 2.0 Anschluss

    Der USB Port ist für den Anschluss sämtlicher Peripheriegeräte vorgesehen. So kann man hier vom Drucker, über die Maus und den Joystick so ziemlich jedes externe Gerät verbinden. In der Regel besitzt ein Notebook standardmäßig zwischen 3 und 4 Anschlüsse. Diese kann man allerdings mit einm USB-Hub immer wieder erweitern (macht z.b. aus einem Anschluss wieder 4 Neue). Endesletzt kann man dann an die 160 Geräte anschliessen, womit eigentlich jeder ein Auslangen finden sollte.

    Firewire Anschluss
    Die Firewireschnittstelle dient pirmär zum Anschluss von Digitalvideokameras. Dadurch ist es möglich Videos direkt in den Laptop zu spielen und dann nachzubearbeiten. Aber auch für externe Festplatten, oder Brenner könnte der Firewireboard genutzt werden. Hier gibt es grundsätzlich 4 polige und 6 polige Varianten, wobei ein Notebook in der Regel den 4 poligen Anschluss besitzt. Bei Sony heisst das ganze dann zwar iLink, ist aber das Gleiche. Der 6polige Anschluss ermöglichen eine Stromversorgung externer Geräte.

    Netzwerk Anschluss (RJ-45, Ethernet LAN)
    RJ-Steckverbindung ? Wikipedia

    Modem Anschluss (RJ-11)
    RJ-Steckverbindung ? Wikipedia

    VGA Anschluss
    Am Laptop ist das Ding meist in blauer Farbe gehalten. Zum Anschluss von Monitor oder Beamer. Weiblich (also ohne Stifte)
    VGA (Anschluss) ? Wikipedia

    DVI Anschluss
    Meist in Weiß gehalten. Digitaler Anschluss für TFTs. Weiblich.
    Digital Visual Interface ? Wikipedia

    TV-Out Anschluss
    Meist ein S-Video Ausgang zum Anschluss eines Fernsehers oder Beamers. Schwarz, Rund, 4 Pole. Wenn mehr Pole vorhanden sind ist dies ein herstellerspezifischer Stecker wo Zusatzmaterial mit übertragen wird, z.B. S/P DIF Audio. Adapter werden dann beim Notebook mitgeliefert.
    S-Video ? Wikipedia

    Serieller Anschluss
    auch als RS232 bezeichnet. 9 Pins. Männlich. Zum Anschluss von älteren externen Geräten.

    Paraleller Anschluss
    zum Anschluss von Druckern.
    Enhanced Parallel Port ? Wikipedia

    Kartenlesegerät
    Oft ins Notebook integriert, möglicherweise auch per USB angeschlossen. Wird eine Speicherkarte in einen Einschub geschoben, scheinen sie als neues Laufwerk im Windows Explorer auf, und können dann wie normale Festplatten verwendet werden. Für SD, MMC, Sony Memory Stick, CompactFlash, ....
    Achtet beim kauf darauf dass ihr auch die Karten der Digitalkamera lesen könnt.

    Bluetooth
    Funkverbindung zu PDA, Handy, anderer Laptop,...
    Reichweite von 10 bis 100 Meter.
    Bluetooth ? Wikipedia

    Wireless LAN
    IEEE 802.11x Standard. Das x steht wahlweise für a, b oder g. b ist das weit verbreitetste und bietet mit 11MBit Datenrate schon genug zum Internetsurfen oder gelegentlichen Datenaustausch zwischen Rechner. a und g Standard haben 54MBit, wobei in Europa neben b eher der g Standard vertreten ist. In den USA ist a vorherrschend.
    Es gibt AD HOC Netzwerke (also ohne vermittelnde Basisstation, Verbindung nur zwischen 2 oder mehreren WLAN fähigen Geräten) oder Netzwerke mit ACCESS POINT. Das ist ein Gerät zu dem sich alle WLAN Geräte verbinden. Dort erhalten sie z.B. eine IP Adresse mit der sie dann ins Internet können.

    Infrarotport
    Zur Verbindung mit PDAs. Benötigt Sichtverbindung zwischen den Geräten. Reichweite ist relativ gering. Datenrate von wenigen 100kBit.

    PCMCIA Karteneinschub
    für Erweiterungskarten, z.B. wenn der PC zu wenig USB Schnittstellen hat, oder man Firewire nachrüsten will.
    Personal Computer Memory Card International Association ? Wikipedia

    PC-Express Einschub
    Nachfolgestandard von PCMCIA, wobei keine Kompatibilität gegeben ist.
    Personal Computer Memory Card International Association ? Wikipedia

    Line-in / Line-out Anschlüsse
    Beispielsweise zum Anschluss von Mikrofon (Line-in) oder PC Lautsprecher (Line-out). Man kann aber am Line Out z.B. auch ne Stereoanlage betreiben, wenn diese einen derartigen Eingang hat.

    Kensington Lock
    Damit kann man sein Notebook gegen Diebstahl schützen (zumindest hält man Schnäppchenjäger vom Diebstahl ab).
    Ist ein kleiner senkrechter Schlitz meist an der Seite des Notebooks. In diesen wird ein patentiertes Schloss eingeführt an das eine Metallschlinge angebracht ist. Diese Schlinge legt man z.B. um einen Heizkörper und hat somit das Notebook gegen Diebstahl geschützt.

    copyright: www.notebookforum.at
     
  7. #6 DeltaFox, 29.01.2006
    DeltaFox

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    Da das Konzept ja eigentlich schon seit über 1 Woche steht, wir (Manfel und die Moderatoren) aber nicht wirklich viel weiter kommen mit der ganzen Geschichte, habe ich mir mal gedacht ich poste hier, was wir bis jetzt haben, damit mal jeder den Grundgedanken sieht und vielleicht schon mit der ein, oder anderen Erklärung eine Hilfe kriegt.

    Wir werden hier natürlich, sofern es die Zeit zulässt, immer mehr Geräte listen und das technische Know-How ausbauen.

    Bitte postet Fragen zu den Geräten oder zu einzelnen Features der Geräte in den betreffenden Threads, dazu gibt es bei jedem Gerät in der Liste einen Link. Sollte es keinen Link geben, dann existiert noch kein Diskussionsthread zu diesem Notebook. Hier steht es euch frei einen neues Thema zu eröffnen.

    Bitte postet keine Fragen zu den Geräten in diesem Thread, da sonst schnell die Übersicht verloren geht.

    Wer für die einzelnen Kategorien Notebookvorschläge hat, der postet bitte das Notebook hier (optimal wäre auch der passende Diskussionslink aus dem Forum). Ich (oder ein anderer Moderator) werden das Gerät dann entsprechend in die Liste aufnehmen und den geposteten Beitrag (zwecks der Übersicht) wieder löschen.

    Wer Fehler entdeckt bzw. mit einer technischen Umschreibung nicht zufrieden ist, oder meint daß das so nicht korrekt ist, schreibt bitte entweder eine PN an einen Moderator, oder postet hier im Thread. Allerdings wird auch dieser Beitrag nach Behebung des Fehlers wieder gelöscht.

    Es fehlen noch einige technische Erklärungen. Wir werden im Laufe der Zeit die Kategorien festlegen, wer uns behilflich sein will und uns eine Erklärung zukommen lassen will, postet wieder entweder hier, oder schickt eine PN und wir binden das dann ein.
     
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