Precision M6400

Dieses Thema im Forum "Dell Testberichte" wurde erstellt von Intoxicate, 01.12.2008.

  1. #1 Intoxicate, 01.12.2008
    Zuletzt bearbeitet: 08.05.2009
    Intoxicate

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    Test: Dell Precision M6400

    Dell Precision M6400

    Der Dell Precision M6400 wurde von Dell als „mobile“ Workstation entwickelt, die zum ersten Mal die Leistung einer Desktop-Workstation liefern soll. Bei den Konfigurationsmöglichkeiten wurde daher aus dem Vollen geschöpft. Neben einem mobilen Quad-Core, kann das eingebaute Kühlsystem auch eine NVidia Quadro FX 3700 aufnehmen, die momentan schnellste Non-SLI-Grafikkarte.

    • Intel Core 2 Duo T9400 (2.53GHz,1066MHz,6MB)
    • Graphikkarte: NVIDIA Quadro FX3700M (mit 1GB eigenem Speicher)
    • Display: 17“ Widescreen WUXGA (1920X1200) mit RGB Edge-To-Edge (E2E) Silver LCD Panel
    • Webcam: Integrated 2 Mega Pixel Camera with Microphone for Edge to Edge Panel Silver Only
    • Speicher : 8192MB (4x2048) 1067MHz DDR3 Dual Channel
    • Festplatten: 2x 320GB Serial ATA (5400RPM) RAID 0
    • Optisches Laufwerk: 8X DVD+/-RW Drive Slot
    • Netzteil: European 210W AC Adapter mit European Power Cord
    • Battery : Primary 9-cell 85W/HR LI-ION in Silber
    • Wireless: EMEA Dell Wireless 1510 (802.11a/g/ Draft-n 2X2) MiniCard
    • Keyboard : Internal German Qwertz Backlit Keyboard with number pad
    • Operating System : Windows Vista SP1 (64Bit)
    • 3Yr Basic Warranty - Next Business Day

    Den Aufpreis für den mobilen Quad-Core ist momentan noch sehr hoch, das Geld wurde gespart und in das RGB-LED Display und die NVidia Quadro FX 3700 Grafikkarte investiert. Aufgrund der 8GB DDR3 Speichers wurde Vista 64bit installiert.

    Gehäuse und Design

    Das Gehäuse des M6400 gibt es in 2 Varianten, Standard und Covet. Die Standard Variante ist mit einem dezenten Silber versehen, dass optisch sehr gut zu der schwarzen Innengestaltung passt. Die Covet Variante wird in einem knalligen Blutorange-Farbton angeboten und wurde von Dell als Sonderedition zur Einführung des Edge-to-Edge RGB-LED-Displays erstmals vorgestellt.

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    Beide Gehäuse unterscheiden sich daher lediglich durch die Lackierung, mir hat das dezente Silber besser gefallen als das knallige Orange. Die Verarbeitung lässt keine Wünsche offen. Wie bereits beim M4400 knarzt oder wackelt nichts. Das gesamte Notebook wirkt wie aus einem Guss.
    Das Gerät wiegt mit 2 Festplatten, DVD und 9 Zellen Akku 3,9kg.

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    Die Maße des M6400 (in Klammern die des M4400) sind:
    Breite: 393mm (358mm)
    Tiefe: 280.5mm (257mm)
    Höhe (vorne) 34.5mm (27mm)
    Höhe (hinten) 38.5mm (33mm)

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    Display

    Die Covet-Variante wird nur mit dem E2E-RGB-LED angeboten. Die Standard-Variante bietet die Auswahl zwischen 4 verschiedenen Displays. Neben dem Basis-Display mit einer WXGA+ Auflösung (1440x900 Pixel), gibt es 3 verschiedene WUXGA (1980x1200) Displays.

    WXGA+ 1440x900 100 DPI matt (CCFL-Beleuchtung)
    WUXGA 1920x1200 131 DPI matt (CCFL-Beleuchtung)
    WUXGA 1920x1200 131 DPI matt (RGB-LED-Beleuchtung)
    WUXGA E2E 1920x1200 131 DPI glossy (RGB-LED-Beleuchtung)

    Zu Beachten ist, dass die WUXGA Auflösung auf 17“ sehr fein ist. Die reichliche Übersicht zahlt man mit kleiner Pixelgröße. Ich empfinde die WXGA+ Auflösung auf einem 15,4“ Gerät als sehr angenehm (110 DPI). Die WUXGA Auflösung auf 17“ ist vergleichbar mit WSXGA+ (1680x1050) auf 15,4“ und ist mir zu fein. Die Skalierung unter Vista oder Linux erlaubt die Darstellung auf dem hochauflösenden Display anzupassen. Leider gibt es ein paar Programme, die mit angepasster Skalierung nicht richtig dargestellt werden. Beim Anschließen eines externen Monitors hat man zudem das Problem, dass diese meistens mit 100 DPI ausgelegt sind und die Skalierung nur für beide Monitore genutzt werden kann. Eine Lösung für das Problem stellen natürlich 2 externe Monitore dar, dann kann man die Skalierung nur verwenden, wenn man das Notebook alleine benutzt.

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    Für die meisten werden die matten Display Varianten eher in Frage kommen, da ich den Precision die meiste Zeit in unproblematischen Räumen betreibe, habe ich mich für die besseren Kontraste des glossy Screens entschieden. Ein Vergleich mit dem matten RGB-LED Display wäre natürlich sehr reizvoll. Das RGB-LED Display schaut gut aus. Man man mal wieder an ein mattes Display muss, kommt einem dieses sehr körnig vor (habe hier zum Vergleich ein Thinkpad X300 und einen Dell 2007WFP). Das Display ist in Bezug auf Helligkeit in etwa gleichwertig mit dem normalen LED Display des M4400. Die Farben wirken beim ersten Einschalten des Gerätes als wäre die Farben alle überzeichnet. Das liegt daran, dass Windows standardmäßig auf sRGB eingestellt ist. Wenn man als Standard-Farbprofil in der Systemsteuerung auf Adobe RGB wechselt, verbessert sich die Darstellung engemein.
    Interessant ist das RGB LED auch beim Filmschauen. In dunklen Szenen haben normale Displays oft das Problem Farben gut darzustellen. Die Farbwiedergabe des RGB LEDs ist auch in Dunklen Szenen hervorragen. Gleiches gilt beim runterregeln der Display-Helligkeit, die Farben bleiben natürlich.

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    Die Ausleuchtung ist etwas ungleichmäßig. Am Boden erkennt man ähnlich wie bei einem Standard-Display etwas Bleeding und in der unteren linken Ecke ist ein starker roter Schatten zu sehen. Das Display wurde daher von Dell getauscht. Das neue Display hat immer noch einen leichten roten Schatten, dieser ist aber nur bei genauem Hinsehen und hellem Hintergrund zu erkennen.


    Keyboard, Touchpad und Trackpoint

    Die Tastatur ist hintergrundbeleuchtet, bietet einen separaten Nummernblock und ein angenehmes Schreibgefühl, trotz leichtem Federn. Das M4400 Keyboard fühlt sich etwas knackiger an. Der Trackpoint, den man unter anderen von den IBM Thinkpads kennt, macht im Vergleich zu alten Dell Versionen einen sehr guten Eindruck, auch wenn er leider nicht mit der Thinkpad Variante mithalten kann. Da ich das Touchpad nicht benutze, bin ich froh, dass Dell sich etwas Besonderes einfallen lassen hat. Neben den Mausfunktionen, stellt das Touchpad auch ein Jog-Dial mit Sondertasten für die Videobearbeitung bereit. Wird die Funktion aktiviert, werden die Funktionen auf dem Touchpad mit Hilfe von LEDs beleuchtet angezeigt.


    Anschlussausstattung

    Hier hat sich im Vergleich zum M4400 auch nicht viel getan. Haupt Unterschied ist die geänderte Anordnung der Anschlüsse und dass der Firewire-Port externe Geräte mit Strom versorgen kann.

    Insgesamt stehen folgende externe Anschlüsse zur Verfügung:

    • 1394 Powered 6-pin
    • USB 2.0 (x4)
    • VGA und Display Port
    • PC-Card und Express-Card-Slot
    • RJ-45
    • Audio
    • eSATA
    • 8x Multicardreader

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    Intern sind folgende Anschlüsse verfügbar:
    • 3x Mini PCIe Fullsize
    • 1x Mini PCIe Halfsize
    • 4x DDR3 SO-Dimm Sockel
    • 2x SATA für Festplatten
    • Sim-Card-Holder

    Die Bodenplatte lässt sich leicht selber abmontieren (2 Schrauben im Akku-Fach). Dadurch lassen sich Ram und Mini-PCI-Karten einfach erweitern bzw. ein- und ausbauen.

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    An die ersten zwei Ram-Slots kommt man nicht so einfach. Hier noch ein paar Bilder als der Dell-Techniker das M6400 für den Displaytausch auseinandergebaut hat.

    Der Magnesium-Rahmen:

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    Mit eingebauten Motherboard und Kühlkörper:

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    Rückansicht der Handballenauflage:

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    Performance und Benchmarks

    Die technischen Daten und der Preis, den Dell den willigen Kunden dafür abknöpft, lassen die Erwartungen an die Leistung des Precision M6400 zu Recht in die Höhe schnellen. Gefühlt ist der Rechner sehr schnell, durch die 8GB Ram und den RAID 0 Betrieb der Festplatte werden Programme unglaublich schnell geladen und das gesamte Gerät reagiert "sofort".


    Mobilität und Akkulaufzeit

    Der Precision M6400 ist durch und durch auf Leistung abgestimmt. Der Desktop-Chipsatz in Verbindung mit High-End-Grafikkarte, 2 Festplatten und 4 Speichel-Sockel versprechen keine besondere Akkuausdauer. Das 210-Watt-Netzteil hat die Größe eines Netbooks und schränkt den mobilen Betrieb weiter ein. Alternativ lässt sich ein 130 Watt Netzteil anschließen, damit können aber im Maximallastbetrieb eine Drosselung der Leistung nicht ausgeschlossen werden.

    Mittlerweile wird das Gerät mit einen flacheren Netzteil ausgeliefert, welches 2,5x flacher und um einiges leichter als das Alte ist. Kostet nachträglich nochmal 85€ bei Dell:

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    Beim ersten Akku-Test kam das M6400 mit RGB-LED-Screen auf knapp 2 Std. Ich hatte mittlerweile auch die Chance ein M6400 mit dem WUXGA ccfl Screen zu testen. Das CCFL Display verbraucht deutlich weniger Strom so, dass das Gerät 2:45 Std. durchgehalten hat. Das Display war auf kleinster Helligkeit, WLAN an und es wurde im Internet gesurft. Das M4400 kam bei gleichen Einstellungen auf knapp 4 Stunden (allerdings mit dem kleinen 6-Zeller, das M6400 hatte einen 9-Zeller eingebaut).


    Temperatur und Lautstärke

    Ob man, neben der geringen Mobilität, auch mit hohen Temperaturen und Lüftergeräusche zu kämpfen hat, war eine der Fragen die mich am meisten Interessiert haben. Bis jetzt habe ich das System nur neu aufgesetzt und noch nicht viel testen können. Während dem normalen Einrichten + Installieren liefen die beiden Lüfter zwar die meiste Zeit, die Lautstärke hält sich aber in Grenzen. Im Vergleich zum M4400 ist das M6400 lauter, ich hatte aber wegen des Desktop-Chipsatzes Schlimmeres erwartet. Die Temperatur auf der Unterseite wird auch um ein paar Grad wärmer als beim M4400, für surfen auf dem Schoß dürfte das Gerät aber eh zu groß sein.
     
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  3. #2 Intoxicate, 02.12.2008
    Zuletzt bearbeitet: 13.05.2009
    Intoxicate

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    Nachtrag zum Display:

    Ich hatte nun die Möglichkeit gehabt, die E2E Glasplatte bei einem M6400 zu demontieren. Zum Vorschein kam ein ganz normales mattes RGB-LED Display.

    [​IMG]

    Wen also die Reflektionen der Glasplatte stört, der kann das Bezel (Display-Rahmen) für ein mattes M6400 Display anstelle der Glasplatte einbauen. Die Glasplatte hat aber trotzdem einen angenehmen Effekt, da verhindert wird, dass Umgebungslicht die Farben auf dem Bildschirm auswäscht.

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    Allerdings muss man mit Reflektionen zurecht kommen. Ich habe bei meinem momentan die Glasplatte drangelassen, da das Bild einfach einen Tick besser ausschaut.

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    Den Aufpreis auf der Dell Seite von 300€ für die Glasplatte ist dagegen mehr als fraglich, da das Display an sich identisch ist.
     
  4. #3 Intoxicate, 08.05.2009
    Intoxicate

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