Test: Dell XPS M1330

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Dell Inspiron (XPS M1330)

Notebook Steckbrief:

Hersteller: Dell
Modell: Inspiron XPS M1330
CPU: Intel Core 2 Duo T9300 (2,5GHz)
Speicher: 3070MB DDR2 RAM
Festplatte: 250GB Western Digital WD2500BEVS-75UST0
Grafikkarte: 128MB NVidia GeForce 8400M GS
Bildschirmauflösung: WXGA: 1280x800
Bildschirmgröße: 13,3“ White-LED with TrueLife (=spiegelnd)
Laufwerke: 8xDVD+/-RW Slim Slot-In (Matshita DVD+-RW UJ-857G)
Konnektivität: Bluetooth (Dell TrueMobile 355 internal), WLAN (Next-Gen Wireless-N), 0,3 Megapixel Kamera
Anschlüsse: FireWire, HDMI, 2xUSB 2.0, 10/100 MBit LAN, VGA, 2xAudio-Out, Mikrofon, PC-Express
Sonstiges : Cardreader (SD/MMC, MS/Pro), Biometric Fingerprint Reader, Hot Keys für MediaDirect, Lautstärke, Bedienung Audio-Player
Maße: ca. BxLxT 32cm x 24 x 2,5 (vorne) – 3,5 (hinten mit Akku)
Gewicht: 1,94 kg


Ergonomie und Verarbeitung
Der Ersteindruck des M1330 ist sehr gut, erst bei genauem Hinsehen erkennt man das eine oder andere Spaltmaß, z.B. oberhalb der Tastatur, aber auch außen am Deckel (in meinem Fall im Farbton „midnight blue“). Man hat jedoch stets das Gefühl, dass alles fest sitzt und nichts klappert.
Besonders angenehm ist das Hochklappen des Displays, da die Scharniere sehr beweglich sind und das Öffnen und Schließen problemlos und ohne Geräusche von der Hand gehen. Leider gibt es keinen Displayverschluss, aber der Displaydeckel hat eh nur wenig Spiel.
Geschmackssache dürfte die silberfarben lackierte Tastatur sein. Die Tasten selbst sind aber erhaben und verfügen über einen angenehmen Druckpunkt. Sie haben zudem nach meinem Empfinden Standard-Tastengröße.
Vor allem die Handballenauflage, obwohl offensichtlich aus lackiertem Plastik, verleiht dem M1330 den Eindruck eines Alugehäuses.
Als unangenehm empfand ich den Auswurfknopf des Slot-In DVD-Brenners, für dessen Benutzung man das Display aufklappen muss, da sich der Knopf oberhalb der Tastatur befindet. Ungünstig, wenn man so wie ich das Notebook an einem externen Monitor mit ebensolcher Tastatur/Maus betreibt und den Displaydeckel geschlossen lässt.
Was mich ansonsten stört ist der ca. 6cm herausstehende Stromanschluss an der linken Seite. Der Stecker wirkt dadurch leicht abbrechbar und sitzt auch nicht allzu fest in der Öffnung. Ein L-förmiger Stecker hätte hier sicherlich besser gepasst.

Displayqualität
Verbaut ist bei mir ein „FUS0642“-Display, das auf reinweißen Flächen einen leichten Grauschleier-Effekt aufweist. Dieser ist bei weitem jedoch nicht so schlimm bzw. auffällig wie bei den Displays, die bei der M1530-Reihe mit gleichem Problem verbaut wurden (hatte zum direkten Vergleich 2 Exemplare da).
Ich empfinde die White-LED Beleuchtung als sehr hell und angenehm zum Arbeiten mit klaren, teils kräftigen Farben und sehr gutem Kontrast. Die Ausleuchtung ist recht gut, in den Ecken, vor allem unten, nimmt die Leuchtstärke jedoch sichtbar ab. Dies fällt bei voller Beleuchtung allerdings kaum auf. Der Blickwinkel ist nur mittelmäßig. Zu den Seiten gedreht färbt sich der weiße Hintergrund schnell ins rötliche, nach unten geneigt wird der Bildschirm merklich dunkler! Und die gepriesenen 300 cd/m2 sind als Helligkeit in meinen Augen (Sony-Display verwöhnt) zu hoch gegriffen, so hell erscheint mir das Display nicht. Die spiegelnde Oberfläche stört mich persönlich nicht so sehr und ist meines Erachtens auch nicht so stark, wie z.B. bei einigen ASUS-Notebooks (namentlich z.B. A6Va, A8Sc).
Die Auflösung von 1280x800 eignet sich in meinen Augen noch gut für die Arbeit auf einem 13,3“ Display, wobei ich aber auch eher ein Fan von größeren Displays mit dieser Auflösung bzw. von extern angeschlossenen Monitoren bin.
Alles in allem bin ich mit dem Display sehr zufrieden, zumal dieses ein Hauptkriterium für die Auswahl des M1330 war.
Mein Display hat übrigens auch nach einer Woche noch keine Pixelfehler (*aufholzklopf*).

Lautstärke und Lüftergeräusche
Der Lüfter bläst nach hinten links und wird bei intensiver Nutzung zwar hörbar, aber nie störend lauter. Der verbaute Lüfter scheint gut montiert zu sein, es ist kein Schleifen oder sonstiges zu hören.
In normaler Umgebung höre ich den Lüfter überhaupt nicht, wobei er scheinbar aber die meiste Zeit auf unterschiedlichen Stärken zu laufen scheint, dabei aber auf sehr niedriger Frequenz. Er schaltet bei Nichtforderung auch schnell wieder einen Gang zurück.
Die Festplatte macht nur selten Geräusche und läuft in meinen Ohren recht bedächtig vor sich hin. Ich habe sie noch nie als annähernd störend empfunden.
Das DVD-Laufwerk macht markerschütternde Geräusche beim Einziehen der DVD, danach geht das Lesen/Schreiben aber recht bedächtig von statten. Letztlich ist es am ganzen Gerät aber die lauteste Komponente, wobei beim Abspielen von DVDs die Rotationsgeschwindigkeit reduziert wird und damit einen Filmgenuss nicht weiter stört.
Meine Befürchtung, dass durch einen zusätzlichen Grafikkartenlüfter die Lautstärke erhöht wird, hat sich nur teilweise bewahrheitet. Zumindest im direkten Vergleich zum M1330 meiner Frau mit interner Grafikeinheit, aber auch langsameren Prozessor (Cor 2 Duo T54501 mit 1,66GHz), läuft mein Lüfter auf jeden Fall häufiger und lauter.
Übrigens hatte ich mit meinem Gerät zu keinem Zeitpunkt Probleme mit einem hörbaren Fiepen im Netz-/Akku-Betrieb.

Konnektivität und Erweiterungen
Zwei USB-Steckplätze sind leider etwas wenig, da wäre durchaus noch Platz für einen weiteren gewesen. Angenehm ist der HDMI-Ausgang, durch den man das M1330 auch an einen externen TFT-Monitor bzw. an einen LCD-Fernseher anschließen kann. Erstgenanntes nutze ich täglich und bin von der Bildqualität sehr begeistert (genutzt wird ein HDMI-DVI Kabel).
Funktional ist weiterhin der rechtsseitig angebrachte WLAN-Schalter, mit dem selbiges an- und ausgeschaltet wird. Dabei wird gleichzeitig die Bluetoothfunktion mit (de-) aktiviert.
Die beiden Audioausgänge sowie der Mikrofoneingang befinden sich (leider) vorne am Gerät, beeinträchtigen die Handballenauflage aber wenigstens nicht weiter.
Der integrierte „Fingerprint Reader“ erscheint mir als langjähriger Nutzer von Passwörtern und Software-Verschlüsselung eher als nettes Gimmick. Habe einmal ausprobiert, ihn zu konfigurieren, wobei zwar nach mehreren Versuchen mein Zeigefinger erkannt und akzeptiert wurde, es mit den anderen Fingern der gleichen Hand aber nicht so recht klappen wollte. Brauche ich nicht!

Arbeitsgeschwindigkeit und Gaming
Die Arbeitsgeschwindigkeit unter Windows Vista ist dank des verbauten Prozessors sehr schnell. Der tägliche Umgang mit vielen Programmen gleichzeitig und dem damit verbundenen Multitasking bereitet keinerlei Probleme. Auch der Einsatz eines parallel laufenden virtuellen Systems mit VirtualBox läuft tadellos, auch dank der eingebauten 3GB Arbeitsspeicher. Ich lasse das Notebook in den Energieoptionen immer auf der Einstellung „Empfehlung von Dell“ laufen.
Zum Spielen kann ich leider nicht viel sagen, da das M1330 mir als reines Arbeitstier zur Verfügung stehen muss und mein zuletzt gekauftes Spiel bereits drei Jahre alt ist. Mein Modell war leider nicht mit interner Grafik bestellbar, ansonsten hätte ich diese Variante gewählt. Zur hier verbauten Grafikkarte gibt es aber auch genug Testergebnisse im Internet.

Akkulaufzeit
Obwohl aufgrund der Ausmaße für den mobilen Dienst wohl bestens geeignet, dient mir mein M1330 als Desktop-Ersatz, den ich aber täglich aufgrund seines geringen Gewichts mit nach Hause trage (ich sage bewusst nicht „schleppen muss“!).
Ärgerlich ist am eingebauten Akku, dass es der Unterseite des Notebooks nach seinem Ausbau an einem Standfuß fehlt, so dass das gesamte Gerät kippelt.
Gut gelöst ist vielmehr, dass man den Ladezustand außen am Akku per Knopfdruck durch fünf LED-Leuchten angezeigt bekommt.
Hatte das Notebook am Wochenende viel per Akku genutzt, es ist in meinem M1330 ein 56Wh 6-Zellen Akku verbaut. Dieser hat bei nahezu voller Helligkeit und WLAN ca. 3 Stunden gehalten, zusammengerechnet mit ca. 4maligem Ein-/Ausschalten des gesamten Geräts.

Persönliches Fazit
Ich kann das M1330 in der mir vorliegenden Form eigentlich uneingeschränkt empfehlen. Es leistet seine Arbeit sehr schnell und bläst dabei nicht störend mit dem Lüfter. Die Tastatur hat einen guten Druckpunkt und das Display ist sehr hell und blickwinkelstabil. Kleinere Verarbeitungsmängel fallen im tagtäglichen Betrieb gar nicht mehr auf und behindern vor allem die Bedienung in keiner Weise.
Gleichzeitig ist das Gerät durchaus als kleine Schönheit zu bezeichnen und ist aufgrund seines Gewichts jederzeit transportabel.
Das Slot-In DVD-Laufwerk ist wohl Geschmackssache und hinterlässt aufgrund der Geräuschkulisse immer ein mulmiges Gefühl im Betrieb, vollführt seine Arbeit aber tadellos.

Positiv/Negativ - Punkte

+ Display in Helligkeit und Kontrast
+ Ausmaße des Gerätes
+ hohe Arbeitsgeschwindigkeit (trotz Vista)

- nur 2 USB-Ports
- ausladender Stromstecker am Gerät
- Auswurftaste DVD-Brenner oberhalb Tastaur

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