FAQ: Wie pflege ich den Akku meines Notebooks richtig?

Schripsi

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Jeder Akku ist ein Verschleißteil
Wichtig zu wissen ist, dass jeder Akku ein Verschleißteil ist – verglichen mit dem Stoßdämpfer eines Autos. Bereits beim ersten Einsatz weiß man, dass er irgendwann kaputt ist. Je sorgsamer man mit dem Akku umgeht, desto länger wird er mit akzeptabler Laufzeit dienen. Die Lebensdauer eines Akkus beträgt meist ein halbes Jahr bis zirka vier Jahre – je nach Umgang. Im Folgenden gibt es ein paar Tipps und Hinweise, um den Akku möglichst lange verwenden zu können ...

Memory-Effekt
Üblicherweise finden bei Notebooks heute Lithium-Ionen-Akkus (Li-Ion) Verwendung, ein relativ moderner und pflegeleichter Akkutyp. Der größte Vorteil gegenüber den älteren Typen (Nickel-Cadmium NiCd, Nickel-Metallhydrid NiMH) ist, dass er keinen sogenannten Memory-Effekt besitzt. Es spielt also keine Rolle, ob der Akku leer oder teilgeladen ist, wenn ein Ladevorgang stattfindet. Der Akku behält immer die volle Kapazität. Bei den älteren Typen trat der genannte Memory-Effekt auf, wenn der Akku geladen wurde, wenn er z. B. noch einem Drittel geladen war. Dann standen danach auch nur mehr zwei Drittel der Kapazität zur Verfügung, der Akku hat sich quasi „gemerkt“, bei welchem Zustand er geladen wurde.

Erstinbetriebnahme
Üblicherweise sind Akkus aus der Verpackung nicht oder nur unvollständig geladen. Daher gilt es, am Anfang seinem Notebookakku Leben einzuhauchen. Dazu am besten das Notebook über Nacht am Strom angesteckt lassen. Danach das Notebook nur mit Akku betreiben, bis dieses einen leeren Akku meldet und anschließend wieder vollständig laden. Nach ca. drei bis fünf solcher Ladezyklen hat der Akku seine maximale Kapazität erreicht und hält diese nun über einen mehr oder weniger langen Zeitraum.

Laden
Da bei modernen Akkus kein Memory-Effekt auftritt, spielt es auch keine Rolle, ob ein Akku nun vollständig geladen wird oder nur zum Teil. Empfehlenswert ist es allerdings, nach ca. 50 Ladezyklen eine vollständige Ladung durchzuführen. Dazu einfach das Notebook mit z. B. einem DVD-Film laufen lassen, bis es sich selbst abschaltet. Danach den Akku vollständig laden.

Lagerung

Akkus sind sehr temperaturempfindlich. Jedenfalls vermeiden sollte man Minusgrade und besonders hohe Temperaturen. Im Sommer oder Winter sollte man es daher jedenfalls vermeiden, den Akku über einen längeren Zeitraum im geparkten Auto zu lassen.
Die optimale Lagertemperatur für Li-Ion-Akkus ist zirka 15 °C, der Akku sollte dabei auf ungefähr 60 % geladen sein. Dann ist die Selbstentladung am geringsten.

Arbeiten am Strom
Wenn man über einen längeren Zeitraum das Notebook an der Steckdose betreibt, sollte der Akku rausgenommen werden.
Gründe dafür sind:
* Das Notebook wird bei Strombetrieb relativ warm. Wie oben bereits festgestellt tut Wärme dem Akku nicht gut.
* Durch die Selbstentladung verliert der Akku auch im Netzbetrieb an Kapazität. Wenn eine bestimmte Schwelle unterschritten wird (z. B. 99,5 %), dann setzt die Ladeelektronik des Notebooks ein und lädt den Akku wieder auf die volle Kapazität. Dieser Vorgang kann sich an einem Wochenende ein paar Mal wiederholen. Jeder Akku hat eine begrenzte Anzahl an Ladezyklen, bis seine Kapazität praktisch vollständig erschöpft ist. Die meisten Notebookakkus halten etwa 500 bis 1000 Ladevorgänge durch – dabei spielt es jedoch keine Rolle, ob ein Ladevorgang von 99 % auf 100 % erfolgt oder von leer auf 100 %. Es gilt also, möglichst „unnötige“ Ladezyklen zu vermeiden.

Selbstentladung
Jeder Akku verliert – ohne, dass er verwendet wird – ständig an Strom. Das nennt man Selbstentladung. Bei längerer Lagerung eines Akkus sollte man also regelmäßig den Ladezustand kontrollieren, damit der Akku durch „Tiefentladung“ keinen Schaden nimmt oder womöglich vollständig defekt geht. Bei Bedarf und wenn er weiter nicht benützt wird, sollte der Akku wiederum zu zirka 60 % geladen werden.
Die Selbstentladung bei Li-Ion-Akkus beträgt ungefähr zwei bis drei Prozent pro Monat bei Zimmertemperatur. Je höher die Temperatur ist, desto höher ist auch die Selbstentladung.

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Wer sich näher für das Thema Akku interessiert,
findet ausführliche Informationen in der Wikipedia:
* Akkumulator
* Selbstentladung
* Tiefentladung
* Memory-Effekt
 
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