Gefahr durch Windows XP?

Diskutiere Gefahr durch Windows XP? im Forum Allgemeine Softwarethemen im Bereich Sonstige Themen - Hallo @ all, im April 2014 stellt Microsoft doch die Sicherheitsupdates für Windows XP ein - ist es deshalb zwingend erforderlich aus...
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Estarina

Forum Freak
Hallo @ all,

im April 2014 stellt Microsoft doch die Sicherheitsupdates für Windows XP ein -
ist es deshalb zwingend erforderlich aus Sicherheitsaspekten das heimische Notebook (wird für OnlineBanking, Schriftwechsel mit Behörden, Mails ... genutzt) auf Windows 7 oder Windows 8 umzustellen?

Nutze G-DATA TotalProtection aktuelle Version, WLAN Router von Fritz!Box 7050 - halte sonst alle auf dem Notebook installierte Software auf dem aktuellen Stand.
Das wäre dann fürs Betriebssystem nicht mehr möglich.

Was würdet ihr empfehlen?

Besteht sonst ein unkalkulierbares Risiko fürs Online Banking?
Wäre ein weiteres Nutzen von Windows XP ein grob fahrlässiges Verhalten meinerseits?

Nutze ein Notebook DELL Latitude E5500 - wäre Windows 7 kompatibel - allerdings ist das Notebook fast 4 Jahre alt - von daher die Frage, ob ihr eher zu einem neuen Notebook raten würdet oder Umstellung vom vorhandenen?


Danke euch im Voraus.
Eure Estarina
 
B

Brunolp12

Ultimate Member
Wahrscheinlich sollte man das Risiko durch XP besser nicht unterschätzen.
Risiko Windows XP | c't

Das gilt besonders, wenn man das System für online Banking nutzt.
 
Zuletzt bearbeitet:
derdiedastoni

derdiedastoni

Forum Benutzer
Wenn du kannst, kaufe dir ein neues Notebook oder stelle dein System um.

Das Risiko bleibt bestehen. Online-Banking wird ja "angeblich" immer sicherer von seitens der Banken. Aber auch so gibt es genügend andere Gefahren (Viren, Trojaner, Würmer, Identitätsdiebstahl, etc.), die sich bei einnisten können.

Ob du jetzt "grob fahrlässig" handelst, weiß ich nicht. Aber ich denke, dass du vor allem beim Online-Banking angehalten bist, hier in deinem Rahmen die Sicherheit mit aufrecht zu erhalten. Im Zweifel musst du beweisen, dass es nicht an dir lag oder du alles getan hast, was in deiner Macht stand.

Mich würde es interessieren, ob es seit April und in Zukunft erste große Angriffe und Probleme gegeben hat/geben wird.
 
E

Estarina

Forum Freak
@ derdiedastoni

Ob es seit April große Angriffe und Probleme gegeben hat - kann ich dir nicht sagen - mir was das ganze auch viel zu unsicher und ich bin vorher auf Windows 7 umgestiegen.


Danke für deinen Beitrag.


Mit besten Grüßen
Estarina
 
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Ressl

Forum Newbie
Es gab doch letzdens auch einen Bug im InternetExplorer, wodurch der Hacker vollen Zugriff auf den PC/Laptop hatte. Da du das Notebook auch fürs Online-Banking benutzt würde ich auf ein neueres Windows umsteigen. Außerdem würde ich mir ein Anti-Viren-Programm zulegen, falls das noch nicht drauf ist.

Edit: Leider zu spät gesehen das du schon auf Win7 umgestiegen bist. Klappt denn alles, weil das Notebook ja schon 4 Jahre alt ist?
 
S

strazzi1965

Forum Freak
Die größte Gefahr unter Windows XP ist Microsoft selbst. Bei einer Neukundin von mir, die noch XP im Einsatz hatte, hat kürzlich der Banking-Trojaner Cridex rund 7800 Euro vom Konto nach Griechenland abgebucht. Das Geld ist weg, die Polizei ratlos. Als ich dann die Maschine angesehen habe, hat sich herausgestellt, dass das System nur mit den "Windows Essentials" gesichert war. Die Essentials von Microsoft haben Cridex durchgelassen. Siehe dazu hier:

Cridex-Banking-Trojaner breitet sich aus - com!-Magazin

Die Kundin hatte eine "Vodafone-Rechnung" erhalten, und da sie Kunde bei Vodafone ist, diese arglos geöffnet.

@Ressl:

Man kann auch noch wesentlich ältere Maschinen problemlos auf Windows 7 umstellen. Ich habe kürzlich bei einem anderen Kunden mehrere zehn Jahre alte IBM IntelliStation M pro (Pentium 4 Northwood) auf 7 umgestellt. Die Systeme haben zwar für einzelne Komponenten keine Treiberunterstützung mehr für Windows 7, aber mit XP-Treibern geht es oft auch. Wir haben diesen alten Maschinen sogar noch eine virtuelle XP-Maschine aufsetzen müssen, weil bestimmte betriebswirtschaftliche Software nicht mit Windows 7 läuft.

Gruß
strazzi1965
 
B

Brunolp12

Ultimate Member
Die größte Gefahr unter Windows XP ist Microsoft selbst. (...) Als ich dann die Maschine angesehen habe, hat sich herausgestellt, dass das System nur mit den "Windows Essentials" gesichert war. Die Essentials von Microsoft haben Cridex durchgelassen. Siehe dazu hier
Dabei gelten die Security Essentials eigentlich sogar als ganz anständiger Schutz.

Dafür findet sich folgendes Zitat in deinem Link:

Klickt man den Link an und bestätigt das anschließende Öffnen der sich automatisch heruntergeladenen EXE-Datei, wird der PC des Anwenders mit Cridex infiziert.
(...)
Fazit
Einmal mehr bewahrheitet sich, dass Malware-Infektionen vor allem mit versehentlich oder vorschnell ausgelösten Bestätigungsklicks einhergehen. Wer den allgemeinen Spam-Verhaltensregeln folgt und die Ausführung unbekannter Dateien generell ablehnt, dem kann die aktuelle Cridex-Welle nichts anhaben.

Aber wer 2014 noch XP nutzt (dann noch mit Online Banking usw), der lebt nunmal gefährlich, das habe ich ja schon im Dezember geschrieben.
 
Zuletzt bearbeitet:
E

Estarina

Forum Freak
@ Ressl

Nutze G-DATA Total Protection.
Habe auch ein neues Notebook - DELL Latitude E6540
der bisherige Rechner wäre extrem ausgebremst wurden.


Euch allen sichere Stunden im Netz.


Eure Estarina
 
S

strazzi1965

Forum Freak
@Brunolp12:

Dabei gelten die Security Essentials eigentlich sogar als ganz anständiger Schutz.

War das ironisch gemeint oder willst Du hier arglose Anwender hinter die Fichte führen, oder hast Du keine Kenntnis von der "Essentials-Realität"? Die Security Essentials sind mit der größte Mist im Bereich Anti-Malware-/Anti-Viren-Software. Schau mal hier:

- Check & Secure -Microsoft: "Microsoft Security Essentials ist lediglich Grundschutz?

oder hier

Microsoft rät zu Konkurrenz-Produkten: "MSE ist lediglich Grundschutz"

oder hier

Schlechte Noten für Security Essentials: Microsoft bekrittelt Antivirentest | ZDNet.de

oder hier

Windows 8: Microsoft Security Essentials fällt in Virenscanner-Test durch

Die können es einfach nicht. Indirekt gestehen Sie es ja auch ein mit dem Hinweis, man solle eine Drittlösung installieren. Tatsächlich haben wir auch auf dem Rechner besagter Kundin mehrere weitere Trojaner und Würmer gefunden, die Kaspersky ebenso wie Avira sofort dingfest machen konnten, während die Essentials alles durchgelassen haben.

Guten Gewissens sind solche "Lösungen" wie die Essentials nicht zu empfehlen.

Gruß
strazzi1965
 
B

Brunolp12

Ultimate Member
@Brunolp12:
War das ironisch gemeint oder willst Du hier arglose Anwender hinter die Fichte führen, oder hast Du keine Kenntnis von der "Essentials-Realität"? Die Security Essentials sind mit der größte Mist im Bereich Anti-Malware-/Anti-Viren-Software.
Ui. Sorry,ich hatte verschiedene Tests im kopf, wo der MS Standardschutz mindestens durchschnittlich war. Offenbar ist dies überholt.

Guten Gewissens sind solche "Lösungen" wie die Essentials nicht zu empfehlen.
Aber ein XP eben auch nicht. Und mich ärgert es, wenn ein Hersteller dafür gebasht wird, wenn er nach 13 Jahren die Updates für den Vorvorvorgänger seiner aktuellen Lösung einstellen will. Da sind irgendwann auch mal die Betreiber der Systeme zur Einsicht aufgefordert
 
S

strazzi1965

Forum Freak
@Brunolp12:

Ich sehe dort keinerlei Grund zu einer wie auch immer gearteten "Einsicht" bei Anwendern, die das System immer noch einsetzen. Wofür sollen die Nutzer denn Einsicht zeigen? Dafür, dass ein in weiten Teilen hochkriminell agierender amerikanischer Konzern den Anwendern unter Ausnutzung eines mit schmutzigsten Methoden gewonnenen Monopols das Geld aus der Tasche zieht für bestenfalls drittklassige Software?

Natürlich empfiehlt man XP nicht mehr für Neuinstallationen. Es war auch völlig gerechtfertigt, dass MS das System schon vor längerer Zeit vom Markt genommen hat, denn XP war für die Hardware der Jahrtausendwende entwickelt, nicht für heutige. Aber gerade im professionellen Bereich gibt es viele Anwender, die es weiterhin nutzen müssen. Ich habe z.B. einen Kunden, dessen Warenwirtschaft nicht mit Windows 7 läuft, und auch nicht mit Vista. Da kaum Schnittstellen für eine Datenkonvertierung vorhanden sind, müsste das ganze System bei einer Umstellung mit allen Vorgängen und Stammdaten neu erfasst werden. Da die Finanzbehörden zehn Jahre Aufbewahrungsdauer von Vorgängen vorschreiben, müssten also auch Altdaten übernommen werden. Wir haben das jetzt mit virtuellen Maschinen gelöst, was aber natürlich aus sicherheitstechnischer Sicht nur die zweitbeste Lösung darstellt. Ich will damit sagen, dass man mit etwas gutem Willen durchaus für solche Anwender Supportangebote hätte entwickeln können. Dass MS den Support praktisch komplett eingestellt hat, war ja primär der Gier geschuldet: Man will die Anwender zum Kauf neuerer Produkte zwingen, damit die eigene Kasse klingelt. Mit Windows 7 hat der Anwender gegenüber XP keinerlei Vorteile in Sachen Ergonomie oder Usability, es geht nur ums Geldmachen. Ich habe es glücklicherweise geschafft, einige Kunden aus dieser Spirale herauszulösen. Die arbeiten jetzt mit Linux, wobei nebenbei auch noch die Neuanschaffung von Rechnern vermieden werden konnte.

Gruß
strazzi1965
 

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