FAQ: Fernsehempfang am Notebook und PC

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  1. #1 Schripsi, 06.08.2007
    Zuletzt bearbeitet: 06.08.2007
    Schripsi

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    Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, auf einem Notebook oder PC Fernsehen zu empfangen und auch aufzunehmen. Mit einer TV-Empfangslösung macht man aus seinem Notebook oder PC einen digitalen Videorekorder mit allem erdenklichen Komfort.

    Als erstes muss man zwischen den verschiedenen TV-Empfangsarten unterscheiden, also über welchem Weg man das Fernsehsignal erhält:

    Analoger TV-Empfang

    Diese Art des Fernsehsignals betrifft all jene, die ihr Fernsehsignal über Kabel oder terrestrisch erhalten. Die Art des Signals ist dasselbe, das bereits seit Beginn des Fernsehens vor vielen Jahrzehnten verwendet wurde. Es steht derzeit in allen Kabel-TV-Netzen zur Verfügung und wird terrestrisch (über die normale Hausantenne) noch in jenen Gegenden ausgestrahlt, in denen noch nicht auf DVB-T umgestellt wurde. Auch über Satellit werden nach wie vor viele Sender analog ausgestrahlt.
    Insgesamt gilt es also, die beiden folgenden Signalwege zu unterscheiden:

    analog über Kabel oder terrestrisch
    Sind auch heute noch häufig genutzte Signale, die sich technisch nicht unterscheiden.

    analog über Satellit
    Wird zwar von älteren Sat-Receivern noch verwendet, spielt am PC allerdings keine Rolle, da es keinen dafür geeigneten Empfänger gibt.

    Digitaler TV-Empfang

    Das digitale Fernsehen hat in weiten Teilen bereits das analoge Signal verdrängt. Das bei uns in Europa von der EU genormte, digitale Fernsehsignal heißt DVB (Digital Video Broadcasting). Es bietet einige Vorteile gegenüber dem analogen Fernsehempfang:
    Bessere Bildqualität, die auch unter nicht optimalen Empfangsbedingungen bestehen bleibt.
    Echtes 16:9-Bildformat für eine weitere Bildverbesserung auf Breitbild-Displays (ORF, ARD, ZDF, RTL, 3sat, arte, 3. Programme etc. senden zunehmend Programme im 16:9-Format).
    Mehrere Tonspuren, einschließlich Dolby Digital 5.1 (ORF, ARD, ZDF, RTL, SAT.1, Pro Sieben, 3sat etc. senden vor allem Musiksendungen, Serien, Shows und Spielfilme mit 5.1-Ton).
    • Die Möglichkeit von mehrsprachigen Sendungen, wie sie von Premiere, ORF, ARD und ZDF angeboten werden. Die meisten Spielfilme auf Premiere werden sowohl in deutscher Sprache wie auch mit Originalton gesendet, ORF, ARD und ZDF senden viele Sendungen mit einer Beschreibungsspur für Sehbehinderte.
    Zusätzliche Programminfos (EPG - Electronic Program Guide), die von den Empfangsgeräten automatisch beim Kanalwechsel oder auf Wunsch eingeblendet werden. Hier finden sich Beschreibungen zu den Sendungen und man kann sich sogar auf dem Bildschirm quasi seine TV-Zeitschrift einblenden lassen.
    HDTV (hochauflösendes Fernsehen) wird bereits von einigen Fernsehsendern angeboten (SAT.1, Pro Sieben, Premiere, AnixeHD etc.). Hierfür werden DVB-S2-fähige Karten benötigt, da HDTV einen neuen digitalen Standard erfordert. HDTV spielt derzeit allerdings noch eine untergeordnete Rolle, was sich allerdings in den nächsten Monaten/Jahren ändern dürfte.

    Diese Möglichkeiten und Vorteile gibt es auf allen Empfangswegen, zwischen denen man jedenfalls unterscheiden muss. Je nach Art des Empfangs gilt es, ein geeignetes Empfangsgerät zu wählen:

    DVB-M/DVB-H (Mobile, Handy)
    Dieses spielt für den TV-Empfang auf PCs keine Rolle. Es ist für Handys und Mobile Geräte gedacht.

    DVB-C (Cable, Kabelempfang)
    Dieses Signal steht über Kabelnetze zur Verfügung und entspricht im Grunde dem Signal über Satellit. Es werden allerdings andere Frequenzen zur Übertragung verwendet, weshalb Geräte für Satellitenempfang nicht auch Kabelsignale empfangen können. Welche Programme zur Verfügung stehen, hängt vom Kabelnetzbetreiber ab. Meist sind dies die üblichen deutschsprachigen Programme (öffentlich-rechtlich und privat) sowie Premiere.

    DVB-S (Satellite, Satellitenempfang)
    Das digitale Satellitenfernsehen ist quasi der Vorreiter des digitalen Fernsehens. Das Digitalsignal steht hier bereits seit vielen Jahren zur Verfügung und ist heute das am meisten genutzte, digitale Signal zum Fernsehempfang. Es bietet die größte Auswahl an Sendern. Alle gängigen Programme stehen zur Verfügung, es gibt mittlerweile keinen Sender mehr, der nur analog überträgt.

    DVB-T (Terrestrial, terrestrischer Empfang über die Hausantenne)
    Durch die massive Werbung von DVB-T ist "digitales Fernsehen" in aller Munde. Gegenüber den beiden vorigen Übertragunsformen hat es allerdings eine zum Teil sichtbar schlechtere Bildqualität, da für die Übertragung weniger Bandbreite zur Verfügung steht. Auch das sehr eingeschränkte Programmangebot ist ein weiterer Nachteil von DVB-T. Der größte Vorteil allerdings ist, dass man keine Zusatzanforderungen für den Empfang benötigt: In einem mit DVB-T versorgten Gebiet kann man einfach durch Anschließen eines passenden Empfängers ganz einfach fernsehen - ob zu Hause oder unterwegs.
    Ob im eigenen Gebiet bereits auf DVB-T umgestellt wurde, erfährt man hier:
    Deutschland: http://www.ueberallfernsehen.de/
    Österreich: http://www.dvb-t.at

    Fernsehen am PC/Notebook

    Nach diesem technischen Exkurs in die Empfangsmöglichkeiten wollen wir uns hier nun die möglichen Geräte ansehen, mit denen man am PC oder Notebook nun fernsehen kann bzw. das Signal aufnehmen und weiterverarbeiten (z. B. eine eigene DVD erstellen).

    USB-Stick
    Ein USB-Stick ist der am häufigsten eingesetzte Fernsehempfänger. Es stehen allerdings nur Sticks für DVB-T und analogen Empfang zur Verfügung.
    DVB-T-Stick: Für den Emfpang von DVB-T geeignet. Dies sind die meisten günstigen Sticks, wenn nicht explizit von "Hybrid" oder analogem Empfang die Rede ist.
    Hybrid-Stick: Für den Empfang von DVB-T und analogem Fernsehen (kabel/terrestrisch) geeignet.
    Diversity-Stick: Zwei DVB-T-Empfänger bieten mehr Komfort (gleichzeitiges Schauen/Aufnehmen von zwei Programmen) bzw. eine bessere Bildqualität durch Kombination der Empfänger.
    Es gibt keine Lösungen für DVB-S und DVB-C.

    USB-Box
    Dieses Gerät ist ein größer als ein Stick und wird per USB-Kabel mit dem PC/Notebook verbunden. Für DVB-S gibt es von Pinnacle die PCTV Sat Pro USB, mit der man auf jedem PC/Notebook digitales Satellitenfernsehen schauen kann. Empfangbar sind jedoch nur die freien Programme – ORF, ATV+ und Premiere (sowie alle weiteren verschlüsselten Sender) bleiben außen vor.

    PCMCIA/ExpressCard
    Diese Karten sind nicht sehr häufig zu finden, da deren Einsatzgebiet rein auf Notebooks eingeschränkt ist. Eine aktuelle ExpressCard für den Kombiempfang von DVB-T und analog ist die PCTV Hybrid ExpressCard von Pinnacle.

    PCI-Steckkarten
    Schon seit vielen Jahren gibt es für Desktop-PCs TV-Empfangsmöglichkeiten. Der Vorteil hier ist die große Auswahl an Signalarten, da es für jede der oben genannten Empfangsarten (ausgenommen analoges Satellitenfernsehen) eine geeignete Karte gibt. Mit der WinTV-HVR-3000 und WinTV-HVR-4000 (inkl. HDTV) hat Hauppauge sogar Kombilösungen im Sortiment, mit der fast alle gängigen TV-Arten (analog, DVB-T und DVB-S) auf einer Karte gebündelt wurden.
     
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